Brandmanagement, Online Marketing

e-Paper statt "Holzmedien" – Esquire mixt Papiermagazin mit e-Paper Cover

Esquire.com ist ein Männermagazin mit Kultstatus und bewegter Vergangenheit. Zum 75 jährigen Jubiläum lancieren sie im September das e-paper Cover in Zusammenarbeit mit E Ink Corporation (dem führenden Hersteller von EPD – Electronic Paper Displays) und Ford.

Ja. DIE Ford Corporation mit den Benzinhuren. Die Marketing Strategen wollen (nach eigenen Angaben) die bahnbrechende Technologie nutzen, um das neue „bahnbrechende“ SUV zu promoten.

„Flex is a breakthrough product for Ford and the Esquire opportunity offered us the chance to show the vehicle in a way we could never previously have imagined,“ said Jim Farley, Ford’s Group Vice President of Marketing and Communications. „This is an industry first. Ford has a long and rich history of breaking down barriers and bringing to market new technologies for the masses, so this opportunity fits our brand perfectly.“ Quelle: marketwatch.com

Auf der Aussenseite des Covers werden Text und Bild der Magazin Inhalte scrollend dargestellt werden, während Ford auf der Innenseite ihr neues SUV Monster Crossover „Ford Flex“ ganzseitig bewerben wird.

youtube video: Ford Flex

Alles tolle News soweit. Aus „grüner“ Perspektive gesehen ist dieser Event ein Fiasko. e-paper als Ersatz für „Holzmedien“ macht nur Sinn, wenn es nicht als Wegwerf-Massenprodukt in Kombination mit einem Papiermagazin steht. Ein SUV-Crossover der neuesten Generation (der aussieht wie ein Range Rover) ohne Hybrid- oder anderen alternativen Antrieb ist genau so wenig bahnbrechend. Weder für den Konsumenten, noch die Umwelt, noch bietet es unternehmerische Perspektive für die angeschlagene amerikanische Autoindustrie.

Ungeachtet dessen ist dies ein spannender Event. Die erste grosse Verbreitung eine e-paper Covers in Massenproduktion (They will be available at Borders, Barnes & Noble and select newsstand vendors). Vielleicht kann mir jemand ein Exemplar ergattern und mitbringen?

Wesentlich spannender ist allerdings der generelle Gedanke an e-paper, das tatsächlich Papier einspart und dass die Lesegewohnheiten von Büchern, Magazinen und Zeitungen auf ein digitales Medium verlagert werden, wie beispielsweise auf das Kindle von Amazon – „Amazons new wireless reading device“. Mit 359 USD nicht gerade günstig und auch nicht der letzte Schrei. Andreas Göldi berichtet bereits seit November 2007 über seine ersten Erfahrungen mit dem Gerät. Über den Einsatz von e-paper und mögliche Einsätze in der Schweizer Medienlandschaft werde ich in Kürze in einem Artikel ausführlich schreiben.

Via: therawfeed.com

2 Kommentare

  1. … lass die US-Automobilhersteller doch weiterhin Markt verlieren, Ralph-Pixelfreund. Laut NZZ (NZZ Online) ist deren Marktanteil in den USA in den letzten Jahren von 2/3 auf 1/3 gesunken!!!
    Nur weiter so [energie-ineffizient]; dieses Mehr-und-Grösser-Illusions-Phänomen — Grössenwahn? — nennt man „unbewussten ökonomischen Selbstmord“! Und Tata, Think, Toyota, Honda usw. usf.? — Die freuen sich natürlich mächtig. Ist ja klar.

  2. Ich mag mich nicht mehr erinnern, auf welchem Fernsehsender ich das gesehen habe… Inzwischen sei die Börsenkapitalisierung von Mattel (die Spielzeugautos herstellen) grösser als die von General Motors….

    @PS vermutlich hast gar nicht unrecht…

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