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Flock – Der Social Web Browser für Social Media Junkies

Ich hätte nicht im Traum daran gedacht, dass es eine ernsthafte Alternative für meinen geliebten Firefox geben könnte. Da kommt nun Flock daher und schleicht sich in meine vertwitterten, flickrigen Blogger-Gewohnheiten ein.

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Auf der Startseite sind meine Feeds aufgeführt, was noch nichts weltbewegendes ist. Daneben findet sich eine Spalte "Friend Activity" im Sinne von Friend Feed. Spannend wird es aber, sobald ich mich in eines der unterstützten Social Networks oder Dienste wie Facebook, Digg, Flickr, Twitter, Pownce or YouTube einlogge. Flock fragt automatisch, ob ich meine Facebook Freunde, meine Fellow Twitterer oder meine geduggten Stories in die People  oder Media Sidebar hinzufügen möchte. Natürlich möchte ich das. Ach herrje. Man lese diesen Abschnitt nochmals und frage sich, ob das tatsächlich noch deutsche Sprache ist. Vermutlich ist das jetzt Social-Neudeutsch, eine Dialektform, an die man sich gewöhnen wird.

Praktische Schnellzugriffe und Clipboard

Praktisch ist der Button "Webmails" für den Direktzugriff auf Google, Yahoo und AOL Webmails. Aber auch an das Clipboard gewöhnt man sich sehr schnell. Kurz einen Textfetzen von hier und ein Bild von da wegkopiert, um diese dann per Mail oder sogar direkt in ein Blog zu senden.

Foto Streams und Foto Uploads

Die Fotofreunde und Nutzer von Photobucket, Flickr, Picasa oder Facebook  Flock’s werden den "Photo Uploader" lieben. Bis zu 1000 Fotos können auf die jeweiligen Plattformen via Browser geladen werden.

Erstellen von Blogposts

Die wichtigsten Blogsysteme wie Blogger, Blogsome, LiveJournal, Typepad, WordPress oder Xanga werden vom integrierten Blog Editor unterstützt. Blog Posts können direkt aus dem Browser erstellt werden und wie schon erwähnt, können die Schnipsel aus der Zwischenablage jetzt direkt in den neuen Artikel "gezogen" werden. I love drag & drop.

Verwalten von Feeds

Natürlich merkt Flock auch, wenn es Feeds oder sogar Suchfelder in einer Website hat. Die Feeds sind auf der Startseite und auch in einer Sidebar verfügbar. Clever ist die Suche. Sobald eine (unterstützte) Website ein Suchfeld hat, kann ich dieses auch im Browsersuchfeld integrieren. So kann ich künftig nebst Google, Yahoo, Wikipedia auch direkt in Facebook suchen. Schade funktioniert das noch nicht mit der Twitter Suche. Eine Frage der Zeit vermutlich.

Was ist neu in Flock 1.2


Youtube Video: Was ist neu in Flock 1.2

So wie dieser Blogpost wirkt auch Flock ziemlich überladen. Aber es braucht erstaunlich wenig Zeit, bis man sich zurecht findet. Nun ist dieser Browser sicher nichts für die breite Masse. Aber wer jetzt schon regelmässig bei Twitter, Facebook und Flickr verkehrt und sich hauptsächlich via RSS Feeds informiert, für den ist dieses Ding die Erfüllung aller Träume.

Und ich warne alle den Social Media verfallenen Leser: Wer diesen Flock mal installiert hat, der will eigentlich gar nicht mehr zurück. Auch nicht auf den Firefox 3.0.

Die kommenden Tage und Wochen werden die Alltagstauglichkeit und die Kompatibilität beweisen. Ich melde mich zurück mit einem Erfahrungsbericht.

4 Kommentare

  1. Flock ist bei mir seit rund drei Wochen im Einsatz. Und er erobert sich je länger je mehr Spielzeit. Der Feierabend startet mit einem Blick auf „My World“. Weitertesten und dranbleiben.

  2. So geht es mir auch. Flock sorgt für eine erstaunlich gute Trennung zwischen allen Social Media Aktivitäten (die oft auch viel Zeit verpuffen) und normalem Surfen / Arbeiten. Wenn ich recherchiere, programmiere oder schreibe, bleibt Flock geschlossen und nur FF ist im Gebrauch.

    Sobald ich mir ein Auge auf Twitter erlauben will, benutze ich beide Browser. Da Flock ja eine FF Engine hat, kann man coolerweise auch die offenen Tabs per Drag and Drop zwischen den beiden Browsern verschieben.

    Ich bin gespannt, wie sich Flock verbreiten wird…

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