Monate: September 2008

Was ist in deiner Tasche? – Was digitale Nomaden alles mit sich schleppen.

Der Begriff „Digital Nomads“ geistert schon mehrere Jahr durch die Presse. Der Economist oder auch das Magazin versuchen krampfhaft zu erklären, wie, wo, warum und mit welchen technischen Mitteln sich das neue (mobile) Medienverhalten abspielt. Viel einfacher scheint es mir, einfach einen Blick in die Taschen der digitalen Beduinen (lustige, aber unnötige Adaption des Begriffs von Peter Hafner) zu werfen.

Vize Miss Schweiz Rekha Datta ist Bloggerin, Miss Schweiz 2008 Whitney Toyloy auf Facebook

Schon während der Wahl der Miss Schweiz wird heftig getwittert und gebloggt. Die ersten digitalen Spuren der Gewinnerinnen finden den Weg an die breite Öffentlichkeit und die Bloggergemeinde meldet sich mit ersten Stimmen zu Wort. Die einen sprechen von Kompromisswahl, andere hätten lieber eine blonde Kandidatin Gewinnerin gehabt, alfanews ist neidisch auf den Lancia Delta, den Whitney Toyloy gewonnen hat, @hediger weiss, dass Rekha Datta ein eigenes Blog hat und ich rege mich auf, warum Newsresultate der grossen Medienhäuser in der Google Blogsuche erscheinen. Ich hätte kein Problem, wenn es Resultate aus Blogs von Blick, Tagi oder sf-drs wären. Aber Links auf die Portalseiten der Medien finde ich nicht ok. Rekha Datta mit eigenem Blog Seit 2 Monaten bloggt Rheka Datta unter: http://rekha-datta.ch/wordpress/. Sie veröffentlicht hauptsächlich Fotos von Shootings und kommentiert einige Gegebenheit im Vorfeld der Misswahl. Zu diesem Zeitpunkt ist noch kein Statement zur Wahl als „Vize-Miss“. Ich bin sehr gespannt, ob Rekha Datta das Blog jetzt weiterführen wird, weil es sie persönlich interessiert, oder ob es nur ein „PR-Gag“ in der Vorbereitung zur …

Nerdbots – Roboter zu verkaufen

Nicholas und Angela aus Kansas City haben offenbar eine Roboter Obsession. Sie bauen niedliche kleine Nerdbots  – Roboter aus Altmetall und ausrangierten Haushalts- und Heimelektronikgeräten. Die Einzelstücke gibts hier zu kaufen. Abgesehen davon, die einzelnen Nerdbots echt liebevoll und stylish gemacht sind, finde ich auch die Website sehr gelungen. Genauso liebevoll und stylish und überhaupt nicht nerdig… Via: nerdcore

Das Prinzip Social Bookmarks – digg.com erhält weitere Finanzierungsrunde mit 28.7 Mio USD

Die Los Angeles Times meldet eine weitere Finanzierungsrunde für digg.com. Digg plane die Belegschaft von 75 auf 150 zu verdoppeln um hauptsächlich international zu expandieren. Geplant seien internationale bzw. multilinguale Interfaces. Mit 30 Millionen unique Visitors jeden Monat ist digg.com eine der grossen Social Bookmarking Plattformen ähnlich wie del.icio.us oder stumbleupon, auch wenn sie nach einen leicht anderen Prinzip funktioniert. Spannend an diesen Social Bookmarking Plattformen ist klar die ursprüngliche Idee, die eigenen Favoriten nicht im lokalen Browser auf dem eigenen Computer zu speichern sondern in einem persönlichen Konto im Internet. Damit kann jederzeit auch im Internet Cafe oder auf einem fremden Computer auf die eigenen Bookmarks zugegriffen werden. Das Potenzial liegt allerdings ganz wo anders.

Fundstücke im Web # 1 – 56 Geeks

Neue Serie "Fundstücke im Web". Künftig werde ich unter diesem Titel kleine Leckerbissen veröffentlichen, die mir im digitalen Leben über den Weg laufen und die ich erwähnenswert finde, nicht aber einen ganzen Blogartikel hergeben. Screenshot: 56 Geeks von Scott Johnson  Die Übersicht aller Geeks habe ich auf dem Flickr Account von Scott Johnson gefunden, wobei sein Blog auch lesenswert ist. Mehrmals wöchentlich ein Comic und die Geeks können als Poster bestellt weren.

Bild am Sonntag. #Stöckchen werfen

Wenn sich sogar der Bloggingtom auf Stöckchenwerfen einlässt, dann nehme ich es für einmal auf… 1. Take a picture of yourself right now. (Fotografiere Dich genau jetzt) 2. Don’t change your clothes, don’t fix your hair…just take a picture. (Zieh Dich nicht um, richte nicht Dein Haar … mach einfach das Bild) 3. Post that picture with NO editing. (Veröffentliche das Bild, ohne es zu bearbeiten) 4. Post these instructions with your picture. (Veröffentliche diese Instruktionen mit dem Bild) (via bloggingtom)

Pixel Art Cross Stitch – Pixel sticken, stricken und backen

Pixelfreunde und Gamer sind begeistert. Im Internet läuft ein Revival alter "Gamer-Grafik". Gamehelden wie Mario, aber auch andere Celebrities, Präsidentschaftskandidaten oder Kultgeräte wie das iPhone werden gestickt, gebastelt und gebacken. Im Vorfeld der New Yorker Web 2.0 Expo findet sogar ein Cup Cake Decoration Contest statt. Pixel art ist nichts anderes als eine Kunstform, die auf dem Raster von Computergrafik aufbaut. Dabei ist der Pixel schlicht die kleinste am Computerbildschirm darstellbare Einheit. Die alten Gamer sind noch gut mit den Pixeln vertraut, da die alten Grafikkarten noch nicht so leistungsfähig waren. Pixelig, wackelig mit banaler Tonausgabe sind Mario Bros, Zelda aber auch die unzähligen Games auf Amiga oder C64 noch vielen in guter Jugenderinnerung. In den letzten Monaten bin ich immer wieder auf Beispiele gestossen, wie Pixelkunst auf "analogen" Medien oder einfacher gesagt im Alltagsleben ausserhalb der Computerwelt aufgetreten sind. Vermutlich sollte ich etwas mehr Zeit für das Lesen von Nischenblogs aufwenden. Nebst Pixeln habe ich noch einige andere bizarre Handarbeiten gefunden…

Tally Weijl – Totally unmoralische Sexy Werbung?

Heute habe ich in Chur erstmals das neue Tally Weijl Model auf dem Plakat gesehen. Im ersten Moment etwas entrüstet – verständlicherweise. Neues Tally Weijl Plakat: Neues Model – unmoralische Kampagne? Über die Wortwahl habe ich schon etwas gestaunt, nachdem die Herbst/Winterkampagne als "neue Werbung mit Schweizer Topmodel" vollmundig im persoenlich.com angekündigt wurde.

Auf- oder abtreten – Ein praxistaugliches Buch für Kommunikationsverantwortliche

Heute hat die Buchvernissage von Hampa Rest mit seinem Buch "Auf- oder abtreten" im Rahmen der Markenkern Veranstaltungsreihe an der HTW Chur stattgefunden. "Vergessen Sie alles was über Kommunikation gehört haben" eröffnet Hampa Rest sein Referat. Ob Werbung, PR, Unternehmenskommunkation eigentlich machen alle diese Disziplinen das selbe. Sie kommunizieren. Den meisten Kommunikationsworkern ginge es vermutlich wie ihm, er habe während seiner Ausbildung schrankweise Ordner und Fachbücher angehäuft. Dabei sei er beim Lesen von "Praxisleitfäden" oft im Inhaltsverzeichnis stecken geblieben. "Konzepte sind Lusttöter." Schlussendlich sei dies die Motivation zu seinem Buch gewesen. Das Buch ist extrem schlank gehalten und kommt "schneller auf den Punkt".

Globalisierung via GPS tracken – Ein BBC Projekt

Die BBC schickt einen Frachtcontainer auf die Reise. Versehen mit einem GPS Sender, wird die Route des Containers während eines Jahres aufgezeichnet. Seit etwas mehr als einer Woche ist der Container jetzt unterwegs. Noch scheint er auf der Rundreise in UK „gefangen“. Aber Ziel wäre, dass er nach Asien, Nahost und Afrika kommt, wo BBC Korrespondenten über die Reise, die transportierten Güter und Globalisierungsaspekte berichten würden.

Gadgets – Emails an Fotorahmen senden

Digitale Fotorahmen boomen. Die Ferienfotos ab USB Stick, SD Card und neuerdings auch via WLAN in einem digitalen Fotorahmen anzuzeigen ist noch nichts Spektakuläres. Spektakulär hingegen ist ein digitaler Bilderrahmen, welcher via WLAN mit dem PC verbunden ist UND an den man via Email Bilder senden kann. Da verspricht Habi via Internet ein Bier demjenigen, der zuerst ein Nackfoto via Email an seinen Fotorahmen sendet. Und somit ist das ganze Prinzip und die Vielfalt der Möglichkeiten perfekt illustriert. Gewonnen hat das übrigens CHM. Weitere Infos über das tolle Produkt gibt es unter: http://estarling.com/ Ich glaube, ich investiere mein Kapital aus dem EURO Toto Jackpot in so einen Rahmen und stelle diesen ins Büro…   Via: Leumund, http://habi.gna.ch/ Quelle der Bilder: http://www.flickr.com/photos/habi/2843279555/

Online Appz – Favicon erstellen

Das Favicon, das kleine Bildlein in der URL Liste der Browser bzw. in der Favoritenliste ist ein Muss. Das kleine Icon hat eine grosse visuelle Wirkung. Es zeigt sich in der URL Leiste, auf den offenen Browsertabs, in den Favoriten und allenfalls sogar auf dem Desktop oder im Startmenu. Es dient der Orientierung bei vielen gleichzeitig geöffneten Browserfenstern und ist ein kleiner Beitrag an das vollständige Branding einer Onlinepräsenz. Dieser Artikel gibt keinen detaillierten Workshop zur Erstellung eines Favicons. Davon gibt es genug hier oder hier. Und eine schöne Übersicht gelungener kreativer Umsetzungen ist die mpp Favicon Gallery. Mein Problem war: Auf die schnelle mal ein .ico machen.

Papierwerbung für Social Networks – und Müsliriegel für Helvetia.

Nährstoff für eine meiner unbewiesenen "Theorien". Printmedien eignen sich nach wie vor bestens, um einen Initialkontakt mit einem Unternehmen über eine Website aufzunehmen. In Kalifornien wirbt ein Spanisch/Englisch sprachiges Social Network Portal mygrito.com via Flyers, die sie unter die Windschutzscheiben parkierter Wagen pappen, berichtet Vasanth Sridharan auf Silicon Alley Insider. Mygrito zielte seit dem Start auf die spanisch-sprachige Bevölkerung, da Facebook seine Applikation erst kürzlich komplett in spanischer Sprachversion lancierte. Erstaunlich (auf den ersten Blick) ist eher der Fakt, das für eine Internetplattform zu diesen Instrumenten im Marketing Mix gegriffen wird. Bei näherem Hinschauen, kann dieses Papier Instrument aber durchaus zweckmässig und effizient sein. Dann nämlich, wenn sich die Werbung an eine klare Zielgruppe in einem geographisch definierten oder überschaubarem Gebiet wendet. Was immer geht, ist die Kontaktanbahnung über ein Give-Away mit Auflösung im Internet. Erst kürzlich hat Helvetia zum 150 Jahr Jubiläum an den Bahnhöfen aufgewartet.