Blogging, Medien

Die NZZ bloggt – BetaBlog

Die NZZ nimmt einen Anlauf in Richtung Blogs. Im BetaBlog berichtet Nico Luchsinger „ein- bis zwei mal wöchentlich“ über Trends und Entwicklungen im Internet.

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Screenshot: NZZ BetaBlog

Die grossen Medienhäuser sind nicht gerade bekannt für die schnelle Adaption von (Online) Medientrends sowie deren Integration auf ihren Online Plattformen. Daher wird die Lancierung neuer Instrumente von den Bloggerfreunden wie immer penibel verfolgt und umgehend minutiös „auseinandergenommen“.

Die Kritikpunkte sind schnell zusammengefasst:

  • RSS Feeds sind versteckt und noch nicht fehlerfrei
  • Kommentare nur für registrierte Benutzer möglich
  • Das Blog ist nicht als Blog erkennbar, sondern nahtlos im Online Auftritt der NZZ integriert

Wenn andere Medienhäuser mit den selben Mankos starten, geht ein Aufschrei durch die Bloggerszene. Dieses Mal sind die Reaktionen noch ziemlich zurückhaltend inklusive der des Journalistenschredders Ugugu. Das liegt vermutlich nicht an der Ehrfurcht vor der alten Tante sondern eher daran, dass Nico Luchsinger selbst ein aktiver Blogger und Twitterer ist, der sein Handwerk versteht. Vermutlich trauen wir Blogger ihm zu, dass er die Funktion eines Botschafters in einem alten Medienunternehmen übernehmen kann.

Gerade in diesen Zeiten wenn Blogger Journalistenpreise einheimsen (und diese nicht mal im eigenen Blog erwähnen), verschwimmen die Grenzen zwischen Blogger Journalisten und Journalisten Blogger.

Das soll auch so sein. Wir werden noch genug Gelegenheit haben, die alten Tanten bei der Lancierung von neuen Instrumenten zu kritisieren. Dem BetaBlog einen guten Start!

3 Kommentare

  1. Danke für das Lob, Ralph! Und ja, ich hoffe natürlich, dass ich bei der NZZ – und vielleicht sogar anderen „klassischen“ Medien – eine Lanze fürs Bloggen brechen kann. Und Kritik ist natürlich immer hochwillkommen, schliesslich lebt ein Blog ja von Dialog und Auseinandersetzung ;-)

  2. falsch. blogs brauchen keine botschafter. „the message is in the blog“, um den trümmligen Marshall auch mal zu zitieren. und schon gar keine bei der nzz ;)

    übrigens wurde der preis des journalisten, der als blogger einen journalistenpreis (oder wars ein bloggerpreis?) eingeheimst hat, durchaus lang und breit drüben bei krusenstern gewürdigt. ich kann daran übrigens nichts verwerfliches finden. hat jeder mal kleine durchhänger in seinem blog. dann bloggt man halt über preise, so man denn welche bekommen hat ;-)

  3. @ugugu: Erwischt. Da habe ich schlampig recherchiert. Daher tauge ich nur zum Blogger Journalisten und nicht zum Journalisten Blogger oder vermutlich gar nur zum baren Blogger. Aber den „Bloggerpreis“ hat Krustenstern mit ziemlicher Zurückhaltung kommuniziert. Wir zwei hätten das ordentlich breit geschlagen ;-).

    Herr Marshall hin oder her. Manchmal brauchts bei alten Tanten eben doch einen Botschafter oder einen Apostel oder irgendeinen, der einem vom alten Glauben und verkrustetem Denken abbringt. Oder vielleicht einfach viel, viel Zeit, bis das Medium selbst auf sie einwirken kann.

    @Nico: Ich muss mich erst noch anmelden, damit wir im Dialog bleiben können ;-)..

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