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lala – Gratis online Musik hören

Lala ist zurück. Zum dritten Mal. Mit neuem Geschäftsmodell. Und nur für Amerikaner.

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Das Konzept tönt wie bei vielen neuen Ventures gut. Ich kann meine CD – oder iTunes Sammlung (im Sinne einer Sicherungskopie) in einen digitalen „Locker“ heraufladen. Für 10 Cents pro Musiktitel. Diese MP3 können dann gratis und werbefrei von den Internetbenutzern gehört werden. Dabei können die MP3 auch ohne Digital Rights Management für ca. 79 Cents wieder gekauft werden.

This time around, listening to any of the 6 million tracks at lala.com will be free. It will cost 10 cents to put a song in a Web locker for unending access on any computer where the user logs in.

Das ist eigentlich ein tolles Geschäftsmodell. Ich kassiere für „Miete“ für Speicherplatz und verkaufe dann die vom User heraufgeladenen Daten weiter, obwohl ich nicht die Rechte daran habe. Ok. Sie haben alle Major Record Labels Universal, Sony, Warner und EMI an Bord. Sonst wären sie so schnell weg Fenster, wie sie gekommen sind.

Wiederholt sich hier die Napster Geschichte noch einmal? Junges Startup wird von den Majors kaputt gemacht um dann mit neuen Modell und Beteiligung der Majors wieder an den Markt zu gehen?

Dies zeigt einmal, dass es die grossen Musiklabels doch langsam lernen. Aber nur langsam.

Ich bin gespannt auf den Betrieb der Plattform. Wird sie skalieren können? Wird das Modell bzw. das Verhältnis von Verkaufserlösen zu Betriebskosten?

Dabei frage ich mich einfach, wer würde seine Musiksammlung „aus Sicherheitsgründen“ kostenpflichtig auf die Infrastruktur eines Startup stellen?

Vielleicht wäre so ein Cloudprinzip wie bei Wuala besser. Ich würde soviel Speicherplatz kriegen, wie ich selber zu Verfügung stelle. Oder ich kriege eine monatliche Gratis Downloadquote die sich an der Anzahl Stücke, die ich selbst online Stelle bemisst.

Aber auf solche Modelle würden sich die Musik-Riesen vermutlich nicht einlassen.

Updated:
Ich sollte vielleicht schreiben, dass das nix für uns Europäer ist. Momentan noch. Weil die europäischen IPs einfach geblockt sind. Vielleicht hilft ein amerikanischer Proxy. Aber wer bastelt schon gerne. Bis dahin wird weiter fleissig Geheimblips geblipt.