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GPS Spielereien mit dem iPhone – Brightkite: GPS für Angeber

Ein Ding fehlte auf meiner Liste der Gründe, warum ich mir jetzt doch noch wie die alte Fasnacht ein iPhone angeschafft habe. GPS! Tausend neue Möglichkeiten, die auch Geeks hinter dem Computer hervor locken könnten.

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Screenshot: Brightkite Stream von Pixelfreund

Die ganzen Geotag Geschichten sind dank Google Maps, Google Earth aber v.a. durch die Integration von GPS Modulen in den neuen Mobiltelefonen marktreif. Das ist der Grundstein für jegliche Art von Location based Services, aber das ist ein anderes Thema. Mit diesem Artikel starte ich eine Serie im Themenumfeld von GPS, Geotagging, Navigation und damit verbundene spannende Gadget Aktivitäten. Ihr werdet es lieben. Ein einfacher Einstieg für Angeber:

Brightkite

Als erste iPhone Applikation habe ich Brighkite ins Auge gefasst. Es ist sozusagen Twitter nur für die „Wo bin ich gerade?“-Frage. Ich kann der Öffentlichkeit per Text und/oder Bild mitteilen, wo ich mich gerade befinde. Diese Information kann via RSS abonniert oder natürlich auch auf der Website oder als Twitterstatus oder in Facebook angezeigt werden.

Mir hat sich ehrlich gesagt der Sinn noch nicht ganz erschlossen. Die ewige Ein- und Aus-checkerei, die dann doch nie ganz aktuell ist wird nicht der Killer-Use-Case sein.

Für Angeber ist es eine tolle Applikation (Pixelfreund hat in NewYork eingecheckt, Pixelfreund hat in Las Vegas eingecheckt, Pixelfreund hat in St. Moritz eingcheckt) – ihr wisst schon was ich meine ;-).

Für mich persönlich habe ich momentan ein gutes Anwendungsgebiet gefunden: ich erfasse Restaurants oder Ausflugsziele und mache ein kurzes Foto zu jedem Eintrag.

Was mich ehrlich gesagt am meisten an der Nutzung hindert, die schwülstige Usability. Ich kann nicht einmal genau sagen, was daran nicht gut ist, aber es geht einfach nicht flott von der Hand. Vielleicht kann es @phogenkamp kurz und bündig erklären.

Den Unterschied zwischen Visited Places und Placemarks habe ich auch nach mehrmaliger Anwendung noch immer nicht begriffen und auch nicht, warum die Placemarks nur sowenige Zeichen haben können.

Konkurrenz durch Google Latitude

Wie und ob sich Brighkite im Markt etablieren kann wird sich weisen. Denn Google hat mit „Google Latitude“ einen ähnlichen Dienst am Start. Und mit klarem Vorteil, was die Benutzerzahlen und die Nähe zur eigenen Handyplattform Android anbelangt. Der Dienst ist noch sehr neu und warte noch ab, bis die iPhone Anwendung veröffentlicht ist.

 

Auf alle Fälle werde ich künftig bei allen Angeber Destinationen meinen Status auf Brighkite anpassen. Wenn ich es bis dahin bedienen kann und mich Brighkite nicht elendiglich nervt.

4 Kommentare

  1. War es bei Twitter früher nicht auch so, dass niemand einen Sinn dahinter sah? ;-)

    Abwarten und Tee trinken, vielleicht kommt plötzlich ein Killer-Feature und Brightkite macht dann deutlich mehr Sinn und Spass.

  2. Klaus sagt

    Anwendungsbeispiel ist zB die Teilnahme an einer grossen Konferenz, an welcher ich wissen will, wer sich gerade am gleichen Ort/im gleichen Raum befindet.
    Habs so schon genutzt, als es Latitude noch nicht gegeben hat. Sobald es Latitude aber auf dem iPhone geben wird hat sich die Sache für mich sehr wahrscheinlich auch Richtung Google (wegen Benutzerzahl) entscheiden.

  3. @andreas da hast du schon recht. Ich werde brightkite jetzt auch weiterhin brauchen. Es kommt auch darauf an, wieviele Freunde den Dienst brauchen werden…

  4. Gigs sagt

    Brightkite speichert im Gegensatz zu Latitude die Orte und Kommentare die man an den Orten hinterlassen hat. Ich hab so z.B. erfahren, dass der Flughafen Wien WLAN hat. Das heisst, man hinterlässt längere Spuren und kann von den Orten mit der Zeit ganze Geschichten rauslesen. Also es muss nicht die Person im Vordergrund sein, auch die Orte werden zu „Persönlichkeiten“ je mehr sie kommentiert werden. Das find ich spannend.

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