100 Tage iPhone – Ich hab noch nie mit dem iPhone telefoniert.

Pin It

Mein iPhone Testbericht nach 100 Tagen iPhone Nutzung. Jetzt wird aufgeräumt mit allen Märchen und Mythen und wird der Pixelfreund nun doch noch zum Mac Fanboy?

Um es vorweg zu nehmen, der Titel stimmt nicht mehr ganz. Ich habe in den letzten Tagen damit gebrochen. Ich habe jetzt 2x telefoniert. Aber SMS habe ich wirklich noch nie geschrieben.

Weil das mit dem Abgleichen von Kontakten und Kalender so eine Sache ist, trage ich eben noch einen Blackberry mit mir herum. V.a. für die Kontakte, Kalender und Emails. Jetzt aber zum iPhone:

iphonepixelfreund
iPhone Unboxing und das tuntige unnötige Täschlein

Nachdem ich das iPhone spontan (nachdem @riwi 3 Monate auf mich eingeredet hat) – und entgegen meiner bisher ablehnenden Haltung gegenüber allem mit Apfel – gekauft hatte, habe ich um Hilfe in der Blog- und Twitter-Community gebeten.

Während einiger Wochen habe ich meine Twitterfreunde mit Support Anfragen zu dieser oder jener iPhone Einstellung genervt, bis das iPhone dann für den täglichen Gebrauch eingerichtet war. Doch nun was wirklich nervt:

Was wirklich nervt…

  • die Akkulaufzeit beträgt niemals einen ganzen Tag (so wie ich das iPhone nutze)
  • wenn alle am Mittagstisch ein iPhone zücken und ein einziger keines hat (wobei das kein spezifisches iPhone Problem ist…)
  • iTunes nervt. Ohne Ende. Jedesmal. Ehrlich!
  • Und somit jeglicher Abgleich mit Kontakten, Podcast, Bildern, Musik.
  • schon mal versucht, ein Attachment an ein Mail zu hängen?
  • das iPhone wird ohne Installation von itunes nicht automatisch als externes Laufwerk erkannt (da gabs mal einen Trick, Treiber oder etwas…)
  • die Roaming Gebühren im Ausland saugen. Zwar auch kein iPhone Problem

Was wider erwarten nicht nervt..

  • kein Flash auf Websiten? Hab ich nie vermisst. Ich finde Flash Sites, Intros und Flash Banner mehrheitlich sowieso Sch****.
  • Kamera ohne Blitz – Die Bilder sind genau so schlecht wie von den meisten anderen Mobiltelefonen auch. Wer gute Bilder will, der soll (derzeit noch) eine Digitalkamera mitnehmen
  • Copy / Paste – Hätte ich in 100 Tagen noch nie gebraucht
  • Video Funktion? Da bin ich sogar mit jenen auf den Digitalkameras unzufrieden. Hier verliert jedes mobile Gerät.

Was wirklich, wirklich toll ist…

  • die Bedienung ist weitestgehend revolutionär aber einfach und selbsterklärend. Und macht sogar noch Spass!
  • der iPhone AppStore ist ebenfalls eine revolutionäre Erfindung. bei Mikrobeträgen kauft man gerne mal eine unnötige Software.
  • die Auswahl an iPhone Apps. Vor allem die, mit einem wirklichen Nutzen haben es mir angetan

Was ich schlussendlich regelmässig damit mache

  • Twittern; in jeder Lebenslage
  • Aufzeichnen bzw. GPS Tracking meiner Biketouren
  • Abrufen von jeglichen Fahrplaninformationen
  • Twitpics versenden (Dafür reicht die Kamera)
  • Orientieren in Städten oder Biketouren mit Google Maps
  • Planen von Routen und abspeichern auf dem iPhone
  • Podcasts hören
  • Wetterprognosen checken
  • Staumeldungen und Verkehrsinformationen prüfen

Was ich wider Erwarten nicht mache, ist bloggen. Trotz WP App hab ich das nicht einmal versucht.

Was ich selten benötige

  • Das Telefon und SMS
  • Email
  • Videostreaming
  • MP3 hören (Musik) Podcasts schon
  • Games und Fun Applikationen

IMG_0008 IMG_0009 IMG_0010
Screenshots – iPhone Applikationen – Ja, ich weiss, was die roten Balloon Tipps bedeuten…

Welche iPhone Apps ich regelmässig nutze

  • Twitterfon
  • Brightkite (Aber nur für die Prahlhans-Tweets aus den tollen Hotels ;-))
  • Trails – (kostenpflichtig)
  • QuadKamera – (kostenpflichtig)
  • SBB Fahrplan
  • Tramdroid
  • Everytrail
  • XING

Anfänger Fehler

  • Versehentlich tuntiges iPhone Täschlein gekauft

Anfänger Tipps

  • Nicht zuviele Apps kaufen – Genutzt werden am Schluss nur wenige
  • Das Ladekabel gehört immer mit ins Gepäck. Immer. Und am besten hat man mehrere und streut diese. Im Auto, im Büro, in der Laptop Tasche

Fazit

Das iPhone ist tatsächlich ein revolutionäres Gerät, das das Medienverhalten der Nutzer ziemlich schnell verändern kann. Man gewöhnt sich binnen wenigen Tagen an die omnipräsente Internetverbindung und damit Zugriff auf den SBB Fahrplan, Wikipedia, Google und für alle Lebenslagen natürlich Twitter.

Ich würde das Gerät jederzeit wieder kaufen. Das iPhone alleine ist aber noch keine Grund, komplett auf Mac zu wechseln. Den iTunes nervt auch auf Mac. Aber diese Grundsatzdiskussion hat das halbe Internet bereits schon geführt und muss nicht fortgesetzt werden.

Wenn Mac dann endlich ein gutes Netbook herausbringt, würde ich es mir das nächste Mal überlegen. Es besteht als noch Hoffnung für @riwi. Einfach nicht mit der Missionierung aufhören. Vielleicht werde ich doch noch zum Fanboy ;-)

PS:

Und übrigens steht zu Hause schon lange ein Macbook. Es sieht sehr schön aus und hat wenige Betriebsstunden…