Blogger Portraits

Blogger Portraits – Markus Gabriel

Profil von Jägi

Name/Nickname: Markus Gabriel, Jägi
Blog URL: http://www.youtube.com/jamjukebox
http://www.onlinemarketingreport.ch
Twitter: http://www.twitter.com/jaegi

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Jägi in 16:9 gezwängt –  Man erkennt die “Schleifspuren” der Mundharmonika

Worum geht es in Deinem Blog?

Dass ich mit Jägi‘s Jam Jukebox bereits als Blogger durchgehe, hätte ich eigentlich nicht gedacht. Aber wenn der Pixelfreund das so einstuft – er muss es ja wissen. Auf meinem YouTube-Channel gehts um handgefertigte und mundgeblasene Musikvideos, die ich speziell für meine Twitter-Follower im Sinne eines Wunschkonzerts produziert habe. Onlinemarketingreport.ch ist ein Mehrautoren-Blog, auf dem ich viel zu selten über Onlinemarketing, insbesondere über Viral Marketing, schreibe. Immerhin habe ich diesen Blog kürzlich eigenhändig auf WP 2.8 upgedatet, das ist doch auch was.

Wie bist du auf die JamJukebox-Idee gekommen?

Als mich im letzten Jahr plötzlich der Twitter-Virus gepackt hatte, wollte ich mich bei meinen Followern natürlich einschleimen und in diesem neuen Universum eine Duftspur hinterlassen. Da ich immer eine Mundharmonika im Hosensack trage (s. Bild), sprang mich die Idee plötzlich an. Auch aus Freude am musikalischen, technischen und viralen Experiment beschloss ich dann, die Aktion zu lancieren, wissend, dass man jemanden mit einem so kleinen Instrument auch in die Enge wünschen kann.

Bist Du ein digitaler Nomade und was schleppst Du an Hightech mit Dir herum?

Ein digitaler bin ich schon, aber nicht so sehr ein Nomade – eher ein Stubenhocker. Inzwischen habe ich meine Agentur (Angelink) zwei Gehminuten an meine Wohnadresse herangezügelt, so dass es sich kaum lohnt, mein MacBook Pro (altes Modell) in den Sakku zu packen und aus dem Büro zu tragen. Aber mein iPhone 3G ist immer dabei, genau so wie meine Mundharmonika, die analoge.

Hosensack
Einmal Hosensäcke leeren bitte

Hast Du ein bestimmtes Geek Gadget, von welchem Du Dich nicht trennen würdest ?

Ich hatte vor vielen Jahren mal eine ganz normale Uhr mit Zifferblatt und Zeiger. Das war aber nur die Tarnung für ein unerwartetes digitales Innenleben. Die Uhr konnte man aufklappen und darunter war
ein Mini-Display mit Mini-Tastatur eingelegt. Da habe ich tatsächlich Telefonnummern und Termine eingetragen. Aber irgendwann ging sie halt kaputt. Heute hat das iPhone diesen Platz in meinem Herzen
eingenommen.

Wie sieht Dein Desktop Hintergrund aus?

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Desktop Hintergrund – Therme Vals

Das Bild zeigt ein Hotelzimmer der Therme Vals, das meine Frau einst im Rahmen eines Überraschungsausflugs zum Geburtstag reserviert hatte. Man muss wissen, dass ich seit dem 14. Lebensjahr eine neurotische Vorliebe für die Farbe Grün hege. Wem es verdächtig vorkommt, dass gerade mein Desktop so aufgeräumt daherkommt, bemerkt vielleicht das Camouflage-Icon in der Menüleiste. Es kaschiert derzeit hocheffizient 335 wild auf dem Desktop herumliegende Dateien.

Welches war Dein erster Computer?

Wenn man‘s genau nimmt, war mein erster Computer ein Unding von brother Schreibmaschine, die ich mir 1980 leistete. Sie verfügte über ein Streifen-Display, in dem ich eine Zeile Text editieren konnte, bevor sie nach Betätigung der Return-Taste zu Papier ratterte. Natürlich hatte ich da ein grünes Farbband eingesetzt.

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Fachmännisch umgespritzter “Green Apple”

Mein erster richtiger Computer war ein Green Apple, der einzige auf der Welt. Es handelte sich um einen fachmännisch umgespritzten Mac SE. Das Umspritzen schenkte mir die Werbeagentur Wirz zum Abschied.

Du und das BlogCampSwitzerland (Hast Du gar auf dem Leu seinem Sofa gesessen)?

Ich nicht bei ihm, aber er bei uns, anlässlich eines spontanen Besuchs zu Kaffee und Kuchen in unserer Agentur. Ans BlogCamp gehe ich erst, wenn ich – wie längstens geplant – einen Corporate Blog betreibe.

Du und Twitter?

Ich weiss auch nicht, was passiert ist. Meine Meinung über Twitter lautetet in meinem ersten Tweet an @lstuber: «Für mich ein Overkill. Ich habe keine Zeit und keine Mission für so was». Eigentlich stimmt das auch, aber irgendwann fing mein Hirni an, vor sich hin zu twittern und kanns nun nicht mehr lassen.

Welches ist Dein liebster eigener Post?

Dazu müsste ich mich mit der Vergangenheit befassen, was sehr ungern tue.

Welches ist Dein liebster Tweet (von Dir selbst oder anderen)?

Die Flüchtigkeit von Tweets macht ja auch den Reiz aus. Darum mag ich denen schon gar nicht hinterhersteigen. Aber wenn, dann täte ich das ausschliesslich bei @hermsfarm. Der produziert umwerfende Tweets am Laufmeter. Den würd ich sofort als Texter einstellen.

Hast Du ein Lieblings T-Shirt evt. mit Bild?

Ich trage am liebsten grüne T-Shirts ohne Gestaltung drauf.

Meine liebste Software ist…

OS X

Welcher Bloggertyp wärst Du am ehesten (oder fehlt noch ein Button)?

Der Firmenblogger wäre ich am ehesten, bzw. am liebsten.

Hast Du ein bemerkenswertes ÖV Erlebnis?

Ich habe an ein und demselben Tag die Jacke im Zug vergessen, bin in der falschen Station aus- und zwei Mal hintereinander ins falsche Tram eingestiegen. Aber daran war das iPhone schuld.

Das letzte Wort hat der Pixelfreund. Jägi und ich

Jägi habe ich an dem famosen ersten Twitterdinner, dem ersten Blinddate für Erwachsene wo es nur um Essen und Twittern geht kennen gelernt. Ehrlich gesagt, habe ich Jägi etwas unterschätzt. Das mag an seinen grünen Hemden liegen und daran, das ich im Gegensatz zu ihm lieber blau als grün mag. Aber richtig unterschätzt habe ich sein musikalisches Talent. Stone Temple Pilots groovy auf einer Mundharmonika zu spielen ohne dass es billig wirkt, muss erst mal einer nachmachen.

Spätestens nach der Live-Berichterstattung anlässlich der GV des Tischtennisvereins Pinguin habe ich seine Kongenialität erkannt. Als Huldigung habe ich gleich das ganze Live Protokoll ans Ende dieses Blogger Portraits gehängt. Ich hatte einige Male laut herausgelacht, während ich die GV auf Twitter mit verfolgte.

Aber auch der Schweinegrippen-Twitter-Avatar, der Live Feed am Federer vs. Söderling Match oder eben die legendäre JaegisJamJukebox sind Gründe, warum ich Jägi hier im Blogger Portrait vorstellen wollte.

Die Frage ob Blogger oder nicht Blogger hatte sich mir eigentlich gar nicht gestellt. Obwohl er ja ein etwas vernachlässigtes Blog führt, ist für mich ein Youtube Channel eigentlich reines “Video-Blogging”.

Ich bin ja bekannt dafür, die Bloggerei etwas differenzierter zu sehen. Alle, die sich die Mühe nehmen und mehr oder minder regelmässig selber kreativen Inhalt erstellen, sei es nun Text, Audio, Fotos oder Video sind für mich Blogger im weiteren Sinne.

In der Serie “Blogger Portraits” werde ich wöchentlich einen Blogger vorstellen oder besser, sich selber vorstellen lassen. Im Unterschied zu Bloggingtom’s Blogtipps stehen hier nicht die Inhalte der Blogs im Zentrum, sondern persönliche Facetten und kleine Einblicke in das Leben meiner Lieblingsblogger.

ANHANG zum Bloggerportrait von @jaegi – Das gesamte Live Protokoll der GV des Tischtennis Vereins Pinguin

(von unten nach oben zu lesen, weil ich es ja einfach aus Twitter rauskopiert habe..)

7 Kommentare

  1. Also dieser grüne Mac SE ist ja wirklich der Hammer. Genauso wie ich auch die PingPong Liveberichterstattung genossen habe und überhaupt, der Jaegi ist ein Blogger auch ohne Blog. Gratuliere!

  2. Famoses Porträt und ich sage nur: „Jägi for president“ – zumindest in diesem Linux Pingpoing Club.

  3. (Mindestens) zwei Gründe, den @jaegi zu mögen: 1) das Pinguin-GV-Twitter-Protokoll und 2) die Tatsache, dass es offensichtlich neben mir einen weiteren Menschen gibt, der ein klassisches „Stoffnastuch im Hosesack“ hat!
    Ein einziger Grund, ihn nicht zu mögen: grüne Hemden ;-)
    Ein klares Resultat!

  4. Sehr interessantes, unterhaltsames Porträt. Und dieser grüne Mac… gibt’s doch gar nicht! „Huara guat“…

  5. Ha, tolles Portrait eines nicht ganz Unbekannten in der CH Werbeszene (bei z.B. 10vor10 wird er als Fachmann für Yahoo oder Viral Marketing beigezogen (wobei ich hier tüpflischeissend etwas erchlüpfte, dass ein Spezialist auf diesem Gebiet den Fehler macht und „Mund-zu-Mund Propaganda benutzt (siehe auch http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,314590,00.html))).

    Wäre lustig mal mit den saugut Mundharmonika spielenden @jaegi einen Blues via Twitter zu produzieren…

  6. @pixelfreund
    Gut gewählter Bildausschnitt. Gewissermassen das Komplementärbild zu meinem Twitter-Avatar. Und das mit den Schleifspuren … jetzt, wo du’s sagst, sehe ich es auch.

    @tlang
    Der amtierende Präsident ist gewarnt. Die nächsten Wahlen kommen bestimmt.

    @marcelwidmer
    Die Bifunktionalität eines Stoffnastuchs für Nase und Brille ist unerreicht. Man muss einfach schauen, wie die beiden Anwendungen aneinander vorbeikommen.

    @leumund, @rico
    Maus und Tastatur waren ebenfalls grün. In der Tat ein ganz besonderes Schmuckstück.

    @dworni
    Martin Suter hat mir auch mal geschrieben, dass er den Begriff Mund-zu-Mund-Werbung lätz findet. Ich habe ihm geantwortet: «Was kann ich dafür, dass der Volksmund zum Küssen neigt.» Natürlich müsste es Mund-zu-Ohr heissen, aber was soll man machen? «Mundpropaganda» kann man sagen, aber ich versuche dem Wort Propaganda aus dem Weg zu gehen. «Mundwerbung» hingegen kann man nicht sagen. Es ist verzwickt.

    Blues via Twitter: Was für eine hinreissende Idee! Bin sofort dabei. Ich schlage vor, du schickst mir ein Garage-Band-File mit deinem nächsten Song und sparst etwas Zeitraum aus für meine Mundharmonika. Ich spiele meinen Track drauf und schicks wieder zurück. Falls sich diese Vorgehensweise bewährt, könnte man überlegen, mal eine ganze Twitter Band zusammenzustellen. Konsequenterweise verlagern wir die weitere Korrespondenz in dieser Sache in die Twitterwelt.

  7. «Was kann ich dafür, dass der Volksmund zum Küssen neigt.» ha, sehr schön. Lasse ich gelten. Wegen Twitter-Blues habe ich mich ja bereits via Twitter gemeldet. Das wird lustig….

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