Blogging

Tumblr Fieber – Sinnvoller Einsatz von Tumble Blogs?

Damit habe ich aber wieder etwas ausgelöst. Ein kleines Aufflackern des Tumblr-Fiebers.

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Viele Blogger horten offenbar Tumblr Accounts seit Monaten oder Jahren, aber brauchen sie nicht. Warum? Weil sich tumblrn im ursprünglichen Sinn verlagert hat. Nach Twitter für Coole und nach Facebook für die Masse und Friendfeed für Techies.

Die Tumble Blogs sind irgendwie Fluch und Segen zugleich.

Verfluchte Tumble Blogs

Ich mag sie nicht lesen, weil ja nichts drin steht. Sie entbinden die Autoren vom schreiben. Tumblern ist Copy-Paste Blogging. Weil es so einfach ist, Inhalt zu “rebloggen” oder mit einem Einwegticket per Email im Sinne von “Fire and forget” mit Inhalten zu füllen, ist die Frequenz der Posts auch höher.

Die Tumblers sind irgendwie Multiplikatoren in meinem Feedreader. Jeder Blogger hat noch einen Tumblr und tumblrt ein Mehrfaches und das gleichzeitig auch noch automatisch auf Facebook und vertwittert einen Link. Und das ohne eine gehaltvolle Zeile geschrieben oder ein Foto selbst gemacht zu haben.

Geliebte Tumble Blogs

Ganz ehrlich – ich bin froh, dass es Tumble Blogs gibt. Sie sind ein Gefäss für den Mist, der nicht in ein ordentliches Blog reingehört.

Ins Blog gehören Meinungen, persönliche Ansichten, Berichte und vor allem lässt das Blog Raum für Diskussionen und Meinungen. Ich lese keine Blogs mehr, die täglich nur 5 Youtube Videos verlinken und daneben noch die Tweets des Autoren aggregieren. Für diese Anwendung empfiehlt sich eben ein Tumble-Blog.

Für technisch weniger Versierte und für Einsteiger in die Blogwelt (v.a. Facebook Aussteiger) ist www.tumblr.com aber ein gute Wahl. Ein einfaches, aber individualisierbares Gefäss für Webinhalte (sogar unter eigener Domain) und das ohne Kosten.

EIne weitere tolle Anwendung eines Tumble Blogs ist, es als Mobile Blog für eine Community wie z.B. ein Team oder einen Freundeskreis zu nutzen, in das alle Teilnehmer ihre Fotos direkt via Handy raufladen.

A tumblelog is a variation of a blog that favors short-form, mixed-media posts over the longer editorial posts frequently associated with blogging. Common post formats found on tumblelogs include links, photos, quotes, dialogues, and video. Unlike blogs, tumblelogs are frequently used to share the author’s creations, discoveries, or experiences while providing little or no commentary.

Wie der Pixelfreund tumblert

Ich bin einer jener, die ein Tumble Blog haben, es aber verwaisen lassen. Aber ich “tumblere” einfach mit anderen Mitteln. Und etwa so hat sich das in den vergangenen Monaten ergeben.

  • Für Unmittelbares und Flüchtiges gibt es Twitter, Twitpic und Tweetreel (für Videos von iphone 3GS Besitzern)
  • Kurze Tweets als Statusmeldung (Wo bin ich) und Bilder von Restaurants oder Essen sammeln sich in meinem brightkite Account
  • Links kommen bei mir in den Delicious Account. Über die Jahre gibt das (sofern man konsequent verschlagwortet/taggt) ein tolles Verzeichnis an Know-how.
  • Gut gelungene Bilder, oder auch Schnappschüsse, die länger auffindbar sein sollen finden den Weg auf meinen Flickr Account
  • Gehaltvollere Artikel mit einer eigenen Meinung, mit ggf. eigenen Bildern oder Recherche Leistungen geben einen Blogartikel und die Reiseberichte landen (meistens und mit Verzögerung) im ebookers Reiseblog

Fazit

Ein Tumble Blog ist eigentlich ein einfaches, günstiges und cleveres Instrument, dass durch die Popularität von Twitter und Facebook in den Hintergrund gerückt wurde. Ich mag Tumble-Blogs, nicht aber die Copy-Paste-Reblog-Tumble Kultur.

Eine tolle Idee für den Einsatz eines Tumble Blogs habe ich noch, aber darüber schreiben ich demnächst einen ganze Beitrag.

Und was sagt Ihr Tumblr-Freunde jetzt dazu?

36 Kommentare

  1. Stimme dir fast überall zu. Ich selbst betreibe ja auch meinen privaten Blog mit tumblr. Warum? Es entspricht der Art, wie ich mit meinem privaten Blog zur Zeit bloggen will: nicht 45min für ein Post aufwenden, der vielleicht 2 Menschen dann kommentieren. Ich schiebe einfach ein Video, Photo oder MP3 rein und schreibe 2 Sätze dazu. Es gibt auch viele WordPressblogger, die das so betreiben. Welches System dahinter steckt ist doch wurscht, es geht darum wie/was man bloggt. Spannend bei tumblr finde ich halt, dass ich extrem viel weniger Zeit brauche, kurz was in mein Webtagebuch zu kritzeln (via iPhone noch schneller). Und noch spannender finde ich, dass man dort andere Blogger „followen“ kann (geht glaub bei blogger.com auch). Zudem gefällt mir das schlichte Design des Backends. Und ich kann mir Posts gleich Faven.

    Zum Thema Copy-Paste: da stimme ich dir voll und ganz zu. Selbst als Betreiber von Plagiat.ch reblogge ich dort auch andere. Als einziger Quellnachweis bleibt ein Link zum vorhergehenden Post. Doch das Zeug rebloggt sich manchmal wie Kettebriefe um die ganze Welt und tauch danach wieder auf. Doch: entspricht halt extrem der Copy-Paste-Generation von heute. Das Positive daran: der Wert von selbstgeschriebenen Beiträgen und eigene Fundstücken steigt dadurch umsomehr.

  2. Ich habe mir irgendwann erlaubt auch kurze Gedankenblitze und Youtube Videos in meinem normalen Blog zu veröffentlichen. Selber habe ich meinen Tumblr Blog irgendwann letzten Oktober vergessen. Was aber immer noch nicht optimal gelöst ist sind die sogenannten Livestreams. Meiner ist auf flow.leumund.ch zu finden, aber noch nicht ideal. Eventuell sollte sich dort mal jemand gedanken machen wie denn nun der ideale Lifestream aussieht und entsprechend eine Software schreiben. Das wäre dann eben auch wieder das zusammenführen deiner Tumblr Aktivitäten an einem Ort.

  3. Ralph sagt

    @david
    Ich wollte eigentlich einen Tumblr als „privates“ Webtagebuch führen, hatte es dann aber doch mit dir (Life according to Blogmazin); ich behalte es lieber für mich.
    Allerdings hat sich zwischenzeitlich Delicious.com als nützliches Ding erwiesen, wenn es darum geht, Posts, Inhalte etc. zu merken. Und es hat ja auch einen chronologische Komponente.

    @christian Lifestream finde ich eine geniale Idee. Allerdings erlischt bei mir dann oft das Interesse aufgrund der riesigen Flut an Infos.

  4. Hm… und ich hatte mich bereits gefragt ob ich mit meinem Umstieg diese Miniwelle losgetretten hatte.

    Ich bin eigentlich absolut einverstanden mit deiner Aussage. Es gibt unheimlich viel Mist auf Tumblr. Es hat aber auch eine, zwei Perlen darunter. Und wenn ich ganz ehrlich bin sehe ich das etwas wie dworni. Eigentlich passt der Tumblr viel besser zu meinem Trashgeblogge. Hätte es damals schon Tumbler gegen als ich angefangen habe, hätte ich es wohl damals bereits gewählt. Das „fire & forget“ ist eine stetige Gefahr bei Tumblr. So einfach wie das System es dir macht wid man praktisch dazu verleitet. Ich versuche bewusst das nicht zu fest zu machen. Obwohl ich das mit WP auch schon immer gemacht habe.

  5. @pixelfreund: der erste Satz kapiere ich nicht, wahrscheinlich aus akutem Kaffeemangel.

    @leu: Lifestreams sind doch Überdosis pur. Wer es sich dennoch antun will, kann aufm Mac z.B. Eventbox laufen lassen. Für mich einfach zuviel Lärm (bereits Twitter hält mich manchmal zuviel auf).

  6. Ich benutze meinen Tumblr vor allem als Archiv für Dinge, die mir im Web oder auch offline begegnen und die ich mehr oder weniger unkommentiert für mich aufbewahren will, eine online Schnippselsammlung mehr nicht. Das passt mir irgendwie besser als nur die Links bei delicious zu speichern. Und Twitter ist für mich, gefühlt zumindest, kurzlebiger. Darum kann es vorkommen, dass ich etwas tumblere und dann diesen Tumble Post an Twitter sende, wenn ich etwas wirklich behalten möchte. Für mich als digitalen Messie ist die online Dreifaltigkeit Twitter, Tumbler, Blog daher perfekt. PS: das teuflische kommt zu Evernote :-)

  7. Twitter ist eine moment aufnahme. Bloggen ist zeitintensiv und ich habe den anspruch für mich das meine Blogeinträge wirklich jemandem was bringen sollen. Also brauche ich zeit für einen Blogeintrag.
    Tumblern tu ich seit gestern und im moment gefällt es mir ganz gut. Ist das zwischending aus twittern und blogging. Wenn man mehr als 140zeichen schreiben will, aber weniger als ein recherchierter Blogartikel kund tun will.
    Das Facebook ein seich ist wissen wir bereits ;)

    Jetzt brauch ich nur noch einen Flikr account und die Web2.0 welle hat mich voll zugedekt

  8. nachdem ich @lerouge damit gekränkt habe, dass tumblr nur bloggen für dumme ist sage ich zu dieser thematik besser nichts mehr.

    nur so am rande: nebst twitpic gibts nun auch twitvid, welches so hoffe ich möglichst schnell einzug in die iphone twitter-apps findet.

  9. Es ist noch interessant, wie viele jetzt den neu aufgeflammten Hype um Tumblr mitmachen. Ich schätze einmal, dass er durch @worni in Bewegung gesetzt wurde.

    Tumblr ist für mich optimal. Ein Sammelsurium von Clips, Bildern, Zitaten und Texten. Und Tumblr ist der einzige Dienst, welchen ich über die Jahre immer gepflegt habe und nicht immer wieder neu installiert habe (aka mein Blog).

    Mir persönlich gefällt die Reblog-Kultur. Denn wenn mir ein Bild gefällt, warum sollte ich es nicht rebloggen?

    Und dann wenn ich mal wieder Zeit habe, klicke ich mich wieder einmal durch alle meine Seiten, schau mir Clips und schöne Bilder an, was will man mehr?

  10. Ralph sagt

    @david mit dem ersten Satz habe ich angespielt auf:

    „These4# Man bloggt für Publikum, nicht für sich. Ansonsten könnte mans ja auch gleich für sich behalten.“

    Gilt das nur für Bloggen oder auch für Tumblrn? ;-)

  11. These #4 finde ich irgendwie doof. Ich habe es sicher schon ein paar Mal erwähnt, aber wenn man das Gefühl hat, man müsse guten oder möglichst vielen Content für sein Publikum liefern, dann zerbricht man daran. Weil dir mit zu hoher Kadenz einfach die Ideen fürs Bloggen ausgeht.

  12. Also in meinem Fall war es klar dworni der mir Tumblr wieder in Erinnerung gerufen hat. Aber sag mal Ralph das schreit ja schon fast nach einem neuen Bloggertypen.

  13. Ralph sagt

    @rouge den gibts schon seit der ersten Serie:

    TUMBLBLOGGER Würde eigentlich gerne Twitterblogger sein, aber hat zu viele Bilder und kennt Twitpic nicht.

  14. Ralph sagt

    @rouge @dworni ich bestehe ja gar nicht darauf, das tumble fieber ausgelöst zu haben;-). vielleicht ist das wirklich nur ein böser #twirus.

  15. @ALLE — ich blogge und followe weiter mit Tumblr.\r\nMeine Frage: wie richte ich mir eine Tags Wolke im ABOUT ein, von:\r\nhttp://smbmeier.tumblr.com/ \r\n(bin kein HTML-Spezialist) \r\nLiebe Blogger und Folower … auf: Focus von @smbmeier — steht ab sofort eine Kommentar-Funktion zur Verfügung … Fotoblogs interressieren mich genauso wie empfehlenswerte Flickr-Fotostreams und Art und FUN-Seiten etc.\r\nKleine Umfrage: Welche Tumbrl Blogs empfiehlst DU?\r\n\r\nIch bin sehr gespannt auf deine Link-Tipps!! … und wenn DU noch andere hilfreiche Anregungen hast – ich bin sehr daran interessiert!!\r\n\r\nuser submissions\r\nWer will, kann | Foto | Text | Video | für meinen Blog einreichen.\r\nSend your audience to http://smbmeier.tumblr.com/submit\r\nEnjoy yourself!!!\r\n\r\nBye for now\r\n\r\nBeat

  16. Ralph sagt

    @smbmeier das war jetzt ein bisschen eine Zangengeburt mit diesem Kommentar oder?

  17. @ralph: Mist, da kann ich sicherheitshalber noch lange deine Bloggertypen mit der Textsuche nach Tumblr abchecken :roll:
    Ich dachte ja immer der Tumblr Hype sei die echte dworni Grippe.

  18. so ich reblogge mich jetzt mal meinen Tumblrpost vom 6. Juli 2009:
    Warum und was ich tumble

    Das letzte Jahr habe ich mich publikationstechnisch gesehen nahezu ausschließlich auf twitter ausgetobt. Zum Bloggen bin ich fast gar nicht mehr gekommen. Ich habe noch nie einen Webservice so intensiv wie Twitter genutzt. Dennoch hatte ich immer wieder das Gefühl etwas sagen/posten zu müssen, was die 140 Zeichen gesprengt hätte. Dann habe ich mir vorgenommen zu diesem oder jenem Thema mal ein Blog aufzusetzen. Durch meine Tätigkeit als Webentwickler wäre es mir ein Leichtes ein PHP-basiertes Blog genau nach meinen Wünschen anzupassen. Ich würde dafür Drupal benutzen, mit dem ich mich jetzt seit 2 Jahre arbeite. Und genau das ist der springende Punkt. Ich brauche die Beschränkung. Bei einem Drupalblog wäre die Versuchung zu groß noch hier und da zu schrauben, noch ein bischen optimieren und dann nochmal vor vorne anzufangen und so bin ich irgendwann auf tumblr gestoßen.

    Mit @ralfa habe ich mich über Minibloggingdienste unterhalten. Und er erwähnte, dass ihm ein Blog ohne Kommentarfunktion nicht ausreichen würde. Das war dann schon mal ein K.O.-Kriterium für tumblr, denn tumblr hat doch tatsächlich keine eigene Kommentarfunktion.

    Sehe ich eigentlich genauso. Denn wenn ich hier über bestimmte Sachen schreibe, die mich interessieren und bewegen, würde ich meinen Lesern doch gerne die Möglichkeit geben, hier einen Kommentar zu hinterlassen.

    Deshalb habe ich mir neben tumblr also auch noch posterous und soup.io angeschaut. Wenn ich mir diverse Webservices anschaue ist eigentlich innerhalb von Sekunden klar, ob ich den jeweiligen Service sympatisch finde. Nach ungefähr 5 Minuten habe ich posterous aus dem Rennen geworfen (Das war mir irgendwie zu emailfixiert) und so habe ich mich dann schnell auf soup.io konzentriert. Im Gegensatz zu tumblr unterstützt soup.io nahe zu jeden anderen Web 2.0 Dienst und hat eine standartmäßige Kommentarfunktion. Meines Erachtens schon eher fast ein zweites friendfeed. Ich möchte meinen Tumblelog allerdings nicht als als Livestreamservice nutzen (ich bin ja schon bei friendfeed), sondern möchte vor allem Dingen ein paar Beiträge “schreiben”. Deshalb nehme ich hier auf tumblr sogar meine Tweets und meine Links bei Delicious aus den automatisch zu importierenden Beiträgen wieder heraus. Und das Theming von Tumblr finde ich absolut genial.

    Ganz kann ich mich aber nicht verbiegen, ich bleibe ein Bastler, inzwischen habe ich Disqus zum Kommentieren meiner Beiträge, Google analystics, und meine letzten Tweets in das Theme intergriert.

  19. Ich habe erst in den letzten Tagen mit Tumblrn angefangen, ebenfalls inspiriert durch @dworni. Der Langzeittest steht also noch aus, trotzdem bin ich überzeugt, dass ich mit Tumblr für mich DIE Lösung gefunden habe.

    Mein Tumblr (weblog.ch) ist für mich der von @leumund angesprochene „Lifestream“. Daher werden alle Tweets automatisch importiert. Mediale Inhalte werden selbstverständlich direkt aus Tumblr getwittert (Twitpic ade!) und glücklicherweise nicht wieder automatisch zurückimportiert. Alles bleibt schön zusammen, ist jederzeit durchsuchbar, und kann auch nach Belieben vertaggt werden. Gelüstets mir doch einmal nach einem längeren Blogpost, ist auch das kein Problem.
    Ich gehe nun noch einen Schritt weiter und verwende Tumblr als Evernote-Alternative, indem ich mit privaten Posts arbeite. Mit Evernote bin ich irgendwie nie richtig warm geworden, dementsprechend selten habe ich es benutzt. Jetzt, da ich alles an einem Ort habe, sollte das besser werden. Da Tumblr zudem eine gute iPhone-App anbietet, ist auch das Posten unterwegs kein Problem.

    Tumblr ist für mich also viel mehr ein Tool als eine Publishing-Plattform. Ein Tool, das meine Aktivitäten archiviert, schön darstellt und durchsuchbar macht. Kurz: Ein Alleskönner mit Sexappeal.

  20. Also das Argument mit der unübersichtlichkeit von Lifestreams lass ich gelten. Aber ich bin auch überzeugt dass hier die definitive Form noch nicht gefunden ist. Da hat es noch Spielraum für Tüftler. Zum Beispiel muss wohl ein Lifestream weniger Datumsbezogen sein sondern eher gruppiert nach Themen. Die letzten Tweets, die letzten Songs, die letzten Youtube Videos, die letzten Bilder. Das ganze muss dann irgendwie Handorgeln und intuitiv sein. Hier fehlt halt der Vergleich aus dem Real Life. Am ehesten noch die Variante: Meine Kinder, meine Frau, mein Boot, mein Haus und mein Ferienhaus. Halt dynamisch und dennoch strukturiert. Mal nachdenken.

  21. Ralph sagt

    @jonas danke für den detaillierten Kommentar. soup.io tönt interessant. Das muss ich mal näher anschauen.

    @puyol5 endliche habe ich mal einen Gefährten, der auch an Evernote scheitert (aber das ist ein anderes Thema)

    @raumsinn genau so setze ich den tumblr künftig auch ein. Als Alternative zu Twitpic.

  22. Also ich hab nach den ersten Tagen mit dem Tumblr schon ein kleines Problem. Klar das System ist schnell, man hat sofort was ins Netz gestellt, die App fürs iPhone ist super. Und doch hab ich schon gewisse Probleme mit mir selbst. Das Erste ist das Gefühl: Ich hab alle Kommentare und alle Beiträge nicht mehr bei mir gehostet. Irgendwie fühlt sich das fremd an und hinterlässt einen faden Nachgeschmack. Das Zweite ist das ich mich zwischen all den „Beitragskanonen“ irgendwie unter Druck gesetzt fühle irgendwas ins Netz zu pusten. Versteht mich nicht falsch, ich hab ja bis heute nie Qualitätsbloggen betrieben aber irgendwie muss man sich schon selbst sehr, sehr stark kontrollieren um nicht das stylische Bild das man im Dashboard gesehen hat noch kurz zu rebloggen und dann war ja da noch der Strichmännchenwitz, der war auch toll oder eben noch der letzte toll in Szene gesetzte Spruch. Und irgendwie, ja irgendwie fehlt mir schon fast das etwas zickige Verhalten von meinem Voodoopress.

  23. „Das Erste ist das Gefühl: Ich hab alle Kommentare und alle Beiträge nicht mehr bei mir gehostet.“

    Dies ist bei mir der Hauptgrund nicht komplett auf tumblr umzustellen.

    Bin momentan an einem Konzept um meinen WordPress Blog sinnvoll in eine Mischung aus tumblr, lifestream und blog zu portieren.

  24. Ja das ist auch das Hauptgefühl das schlecht ist. Irgendwie kommt es mir so vor als wäre ich in eine schicke Appartmentwohnung gezogen wo alle meine hypen Nachbaren die ganze Nacht durch Party machen und mir mein Häuschen auf dem Lande zu fehlen beginnt. Auch wenn da das Dach ab und wann mal ein wenig undicht war.

    Gab es nicht mal ein Theme das versucht hat aus WP so ein Livestream und Blog zu machen?!

  25. Dieses Theme, welches Du mal kurz eingesetzt hast und der benkoe immer noch nutzt kommt ja schon tumblr ziemlich nahe.

    Dann gibt es Plugins um allerlei Seiten anzuziehen.
    Und viele Themes die das irgendwie einbinden.

  26. Interessant, ich überleg mir nämlich gerade meine WP Installation mit genau diesem Theme wieder auferstehen zu lassen :-)

    Das Theme das ich aber meine ist das welches Claudio für sein licious als Basis diente.

    Ich denke aber den Lifestream würde ich weg lassen. Ich hab ja auch einen aber mehr als zur Egobefriedigung (und das tolle Design endlich zu verwenden) dient der nicht. Das interessiert doch kein Schwein.

  27. @kuschti und @rouge:

    Zur fehlenden Kommentarfunktion auf tumblr: Dies ist Schwäche und Stärke zugleich, denn ich muss ehrlich sagen, dass es mich ankotzt, dass Kommentare auf anderen Systemen (z.B. Worpress) zunächst für den Kommentierenden verloren gehen. Ich habe keine Lust, auch noch jeden Artikel, den ich kommentiere bei Delicoius zu speichern.

    Genau hier kann ein Blog bei tumblr mit Disqus-Kommentarfunktion punkten. Das Einbinden für den Blogbetreiber ist kinderleicht per copy&paste zu machen, und die User haben den Vorteil, dass die Kommentare in ihrem Besitz bleiben und zusätzlich an zentraler Stelle (disqus.com, oder auch IntenseDebate) eingesehen werden können, und von dort an andere Tools wie z.B. Friendfeed, twitter etc. weitergeleitet werden können.

    Zur Problematik des fehlenden eigene Servers:

    Tumblr hat ne API über die man an alle Beiträge ran kommt.
    Auch eine spätere Migration zu WordPress ist möglich. z.B. hier http://haochen.me/tumblr/ dort wird ein XML-File generiert , das bei WordPress importiert werden kann.

  28. 1.) tumblr wird in Zukunft abgehen wie ne Rakete
    2.) Disqus ist sensationell gut und hat eine API. Ab Stange bietet dieses Diskussionssystem alle modernen Funktionen (verschachtelte Kommentare, Ajax/bearbeiten, Logins mit OpenID, Facebook und Twitter (!! wie nerv ich mich immer wieder, dass ich überall mein Name, Mail und Website eintöggelen muss), globale Session (wenn ich bei Disqus eingeloggt bin, kann ich überall damit kommentieren!), Video-Kommentar etc.
    Das die Kommentare extern gehostet werden, finde ich eher cool. Bei tumblr isind ja selbst die Beiträge eh extern. Insgesamt gieng mir halt die ewige Bastelei am Landhaus auf den Sack (schonwieder 6 Plugins zum updaten!), Kommentare die im Spam landeten, komisches Chache-verhalten von WP etc. Für komplexere Blogs ist jedoch tumblr klar ungeeignet.
    Übrigens: das BlogMagazin (wird auf WP laufen, klar) wird Disqus für die Kommentare verwenden… :-P

  29. Ja Disqus ist wirklich ein mächtig cooles Tool, keine Frage. Nur wie krieg ich meine bestehenden 13K Kommentare da rein und dann geht das Gebastel zur Integration ins WP Theme wieder los.
    Um das klar zu stellen, ich finde tumblr auch ein tolles Tool. Nur irgendwie verleitet es mich zu stark dazu alle 2 Minuten wieder was zu posten. Und um ganz ehrlich zu sein, das Gebastel fehlt mir auch irgendwe :-)

  30. also f) warum die kommentare da reinbringen, wenn du die Posts dazu nicht drin hast

    und k) für WP gibts n Disqus Plugin

    *ätsch*

  31. f. Was will ich mit Beiträgen wenn die Kommentare fehlen? Dan n hab ich ja nur einen halben Restore.
    Hm… ein Disqus Plugin. Wer hätte das gedacht. Muss mir das Plugin wohl mal ansehen gehen.

  32. ich habe jetzt mal disqus in meinem weblog aktiviert. immerhin werden die kommentare ja lokal auch in die db geschrieben dass ich notfalls wieder wechseln kann. gefallen tut mir die möglichkeit dass sich die user mit allem möglichen einloggen können. wie die backlinks aus twitter und facebook angezeigt werden interessiert mich noch. mal schauen.

  33. Ralph sagt

    Mein Tumblr war lange eine eigene Kategorie in WordPress, die ich per „Advanced Category Excluder“ aus dem Loop bzw. der Startseite ausgeschlossen habe. Darüber hinweg kann ich per „Postie“ Plugin direkt per Email oder MMS in die jeweilige Kategorie posten.

    Ein einfacher, aber effizienter Tumbler mitten im eigenen WordPress Blog und erst noch via Mobile / Email bedienbar.

    Ich sollte den wieder reaktivieren oder?

    Re: Disqus – Wieso sollte ich meine Kommentare behalten wollen? Die sind „Fire and Forget“, bzw. solange spannend, solange die Diskussion anhält.

  34. Ich habe meinen Tumbleblog (http://realcake.de) so gestaltet, dass es eine sinnvolle Mischung aus Copy&Paste und selber geschriebenen Artikeln ist.

    Für mich ideal, denn an manchen Tagen habe ich keine Lust, einen großen Artikel zu schreiben, dann surfe ich einfach und finde interessante Dinge, die die Leute auch interessieren. Mir fehlen nur noch die großen Lesermengen… ;)

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