Tumblr Fieber – Sinnvoller Einsatz von Tumble Blogs?

Damit habe ich aber wieder etwas ausgelöst. Ein kleines Aufflackern des Tumblr-Fiebers.

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Viele Blogger horten offenbar Tumblr Accounts seit Monaten oder Jahren, aber brauchen sie nicht. Warum? Weil sich tumblrn im ursprünglichen Sinn verlagert hat. Nach Twitter für Coole und nach Facebook für die Masse und Friendfeed für Techies.

Die Tumble Blogs sind irgendwie Fluch und Segen zugleich.

Verfluchte Tumble Blogs

Ich mag sie nicht lesen, weil ja nichts drin steht. Sie entbinden die Autoren vom schreiben. Tumblern ist Copy-Paste Blogging. Weil es so einfach ist, Inhalt zu “rebloggen” oder mit einem Einwegticket per Email im Sinne von “Fire and forget” mit Inhalten zu füllen, ist die Frequenz der Posts auch höher.

Die Tumblers sind irgendwie Multiplikatoren in meinem Feedreader. Jeder Blogger hat noch einen Tumblr und tumblrt ein Mehrfaches und das gleichzeitig auch noch automatisch auf Facebook und vertwittert einen Link. Und das ohne eine gehaltvolle Zeile geschrieben oder ein Foto selbst gemacht zu haben.

Geliebte Tumble Blogs

Ganz ehrlich – ich bin froh, dass es Tumble Blogs gibt. Sie sind ein Gefäss für den Mist, der nicht in ein ordentliches Blog reingehört.

Ins Blog gehören Meinungen, persönliche Ansichten, Berichte und vor allem lässt das Blog Raum für Diskussionen und Meinungen. Ich lese keine Blogs mehr, die täglich nur 5 Youtube Videos verlinken und daneben noch die Tweets des Autoren aggregieren. Für diese Anwendung empfiehlt sich eben ein Tumble-Blog.

Für technisch weniger Versierte und für Einsteiger in die Blogwelt (v.a. Facebook Aussteiger) ist www.tumblr.com aber ein gute Wahl. Ein einfaches, aber individualisierbares Gefäss für Webinhalte (sogar unter eigener Domain) und das ohne Kosten.

EIne weitere tolle Anwendung eines Tumble Blogs ist, es als Mobile Blog für eine Community wie z.B. ein Team oder einen Freundeskreis zu nutzen, in das alle Teilnehmer ihre Fotos direkt via Handy raufladen.

A tumblelog is a variation of a blog that favors short-form, mixed-media posts over the longer editorial posts frequently associated with blogging. Common post formats found on tumblelogs include links, photos, quotes, dialogues, and video. Unlike blogs, tumblelogs are frequently used to share the author’s creations, discoveries, or experiences while providing little or no commentary.

Wie der Pixelfreund tumblert

Ich bin einer jener, die ein Tumble Blog haben, es aber verwaisen lassen. Aber ich “tumblere” einfach mit anderen Mitteln. Und etwa so hat sich das in den vergangenen Monaten ergeben.

  • Für Unmittelbares und Flüchtiges gibt es Twitter, Twitpic und Tweetreel (für Videos von iphone 3GS Besitzern)
  • Kurze Tweets als Statusmeldung (Wo bin ich) und Bilder von Restaurants oder Essen sammeln sich in meinem brightkite Account
  • Links kommen bei mir in den Delicious Account. Über die Jahre gibt das (sofern man konsequent verschlagwortet/taggt) ein tolles Verzeichnis an Know-how.
  • Gut gelungene Bilder, oder auch Schnappschüsse, die länger auffindbar sein sollen finden den Weg auf meinen Flickr Account
  • Gehaltvollere Artikel mit einer eigenen Meinung, mit ggf. eigenen Bildern oder Recherche Leistungen geben einen Blogartikel und die Reiseberichte landen (meistens und mit Verzögerung) im ebookers Reiseblog

Fazit

Ein Tumble Blog ist eigentlich ein einfaches, günstiges und cleveres Instrument, dass durch die Popularität von Twitter und Facebook in den Hintergrund gerückt wurde. Ich mag Tumble-Blogs, nicht aber die Copy-Paste-Reblog-Tumble Kultur.

Eine tolle Idee für den Einsatz eines Tumble Blogs habe ich noch, aber darüber schreiben ich demnächst einen ganze Beitrag.

Und was sagt Ihr Tumblr-Freunde jetzt dazu?

Autor: Ralph

Ralph Hutter. Schreibt über Web 2.0 Trends, Fotografie, Netzkultur, geeky Gadgets, iPhone Apps und neue Medien.