Netzzunft

Netzzunft: Politik 2.0 mit Cédric Wermuth und Lorenz Keller

Heute an der Netzzunft mit illustren Gästen. *Cédric Wermuth und *Lorenz Keller mit Impulsreferaten und Jacqueline Badran, die die Impulse aufgenommen hat.

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Spannende Diskussionen von extrem unpolitischen Menschen wie Leila und mir mit extrem politisch engagierten Menschen wie Cédric und Jaqueline zwischen einigen Techies.

Für mich extrem spannende Einblicke in eine fremde Politwelt, die es wert wäre öfters selbst und direkt zu erleben, anstelle des Aufguss über die Medien.

Ich habe zwei Erkenntnisse bzw. Thesen mitgenommen, die ich verfolgen werde:

  • Campaigning 2.0 ist in den Startlöchern. Allerdings in Kinderschuhen.
  • "Künftiger Parteienersatz: Politischer Flashmob der sich für ein thematisches Anliegen zusammenrottet."

Twitter Chronologie

 

* Cédric Wermuth (http://www.cedricwermuth.ch), Präsident der JungsozialistInnen JUSO Schweiz, Vize-Präsident der SP Schweiz, Student, Gewerkschaftsmitglied, Blogger, Twitterer und zudem seit http://youtube.com/watch?v=d5N5xBTwUOM kiffende Youtube-Berühmtheit.

* Lorenz Keller, Campaigner und Psychologe (http://liip.to/lorenz), hat einschlägige USA-Erfahrung. Er arbeitet für eine Firma, deren Angebot "von der Analyse über die Strategie bis zur Umsetzung die gesamte
Kommunikations- und Interventionspalette" abdeckt.

1 Kommentare

  1. @“Künftiger Parteienersatz: Politischer Flashmob der sich für ein thematisches Anliegen zusammenrottet.“

    Bei der Zusammenrottung zu einem politischen Flashmob, der die nötige kritische Masse an TeilnehmerInnen übersteigt – die dann gewährleistet, dass die Zusammenrottung auch von den Medien bzw. einer breiteren Öffentlichkeit wahrgenommen wird – haben die Parteien mit ihren Ressourcen und ihrer Definitionsmacht (bzw. unserer Vorstellung, dass sie es sind, die für uns Politiken definieren) heute entscheidende Vorteile. Sobald es aber der ersten nicht-parteigebundenen Interessengemeinschaft gelingen sollte, eine genügend grosse Glaubwürdigkeit aufzubauen (vielleicht reicht es dazu ja „einfach“, ein bestimmtes Problem treffend beim Namen zu nennen, eine überzeugende Lösung zu finden und diese mit „Experten“ zu fundieren …?), um einen wirkungsvollen Flash-Mob zu organisieren, werden andere diesem Beispiel folgen. Und die Parteien ebenso. Und weil sie es damit weiterhin sind, die gemäss unserer Vorstellung dafür da sind, Politiken zu definieren und dann vor allem auch durch den etablierten politischen Prozess zu tragen, werden sie nicht verschwinden – aber sie werden sich wandeln.

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