Flugzüüg

Rundflug in der Diamond HK 36 TTC «Super Dimona» – Als „Co-Pilot“ von Martin Steiger.

Diamond HK 36 TTC Super Dimona

Seit Jahren fahre ich die Strecke Zürich – Chur. Aber den Flugplatz Schänis habe ich erst dank Martin Steiger kennen gelernt. Heute haben wir einen Rundflug in einer Diamond HK 36 TTC «Super Dimona» über die Innerschweiz gemacht.

Ein freier Tag nach meinem Geschmack. Morgens auf dem Bike und Mittags im Flugzeug. Auf dem Flugplatz Schänis angekommen, hat mich Martin auf einen Rundgang über den Flugplatz Schänis mitgenommen und in die Gepflogenheiten der Segelflieger eingeführt und mit stoischer Ruhe dutzende meiner Laienfragen beantwortet. Wir beobachten einige Starts und Landungen von Segelflugzeugen. Ich bekomme eine Einweisung in die Bedienung der wichtigsten Elemente. Kuppel verschliessen (und Notfall Öffnung), Headset, Steuerelemente und Kotztüte.

Diamond HK 36 TTC Super Dimona

Nachdem ich mit Bloggingtom eine 63Tonnen MD83 im Simulator geflogen bin und in den Instrumentenflug eingeführt worden bin, ist nun „Fliegen auf Sicht“ gefragt. Die Gemeinsamkeit? Der 4-Punkte Gurt. Das Cockpit ist eng. Wirklich eng. Es hat genug Platz für zwei Wasserflaschen, Karte, Knieblock (oder so) und die Nikon D90. Zwei Plätze nebeneinander. Ich habe einen vollwertigen Pilotensitz. Steuerknüppel, Fusspedale, Landeklappen-Griff. Und los geht’s.

Wir starten in Richtung Klausenpass und sind gespannt, wie sich das Wetter entwickelt. Wenn möglich würden wir über die Alpen nach Graubünden fliegen und meinen Arbeitskollegen via Twitter einen Gruss aus der Vogelperspektive über dem Calanda senden. Weder noch ist möglich. Die Wettersituation lässt uns über den Klausenpass in die Innerschweiz fliegen und der Handyempfang bricht ab, sobald das iPhone aus der Tasche kommt.

Die Alternativ-Route ist nicht minder spannend. Wir machen einen „Kontrollflug“ über das Kloster Einsiedeln und das Büro von @marcelwidmer. Mein Klosterplatz Investment ist noch da und ich hoffe, wir haben @abtmartin trotz doppelter Mindestflughöhe nicht während der Arbeit gestört.

http://www.pixelfreund.ch/gps/superdimona.kmz

Schlussendlich sind wir sicher und wohlbehalten wieder in Schänis gelandet. Haben einigen Segelflug Piloten geholfen, im Hangar zu rangieren, haben die Mücken von den Tragflächen geputzt, die Super Dimona etwas gehätschelt und noch  ein Sandwich mit Fleischkäse der First-Class verdrückt. Schön wars. Danke @martinsteiger für einen tollen (wortwörtlich) Ausflug.

Meinen aviatikbegeisterten Lesern und Bloggerfreunden kann ich nur eines sagen. Je kleiner das Flugzeug, umso authentischer ist die Erfahrung des Fliegens. Dieser stündige Flug hat nur ausgereicht, um das Feuer für mehr anzufachen. Nochmals fliegen. Nochmals.

Flickr Strecke – Rundflug mit der Diamond HK 36 TTC «Super Dimona»

10 Kommentare

  1. Vielen Dank für Deinen Bericht – Du warst ein toller Mitflieger und hast am Boden geholfen, als würdest Du regelmässig ab Schänis fliegen … jederzeit gerne wieder! :)

  2. Schöner Bericht. Fliegen ist so schön!
    Wie bzw. mit was hast du das GPS geloggt?

  3. Cool.
    Ich habe vor etwa 5 Jahren auch so einen Flug gemacht.
    Wirklich tolles Gefühl.
    Würde ich jederzeit wieder machen.

  4. @thisy:

    Wie bzw. mit was hast du das GPS geloggt?

    Ich verwende einen Amod AGL3080-GPS Tracker (in den USA zu einem fairen USD-Preis erhältlich).

  5. yeah, fliegen ist wunderbar, durfte auch mal in einem „kleinen“ mitfliegen vor etwa 2 Jahren :-)

    @martin, wie ist das mit solchen Motorseglern, ich habe keine Ahnung sorry :-). Stellst Du da den Motor ab, wenn Du oben bist? Wie weit kommst Du mit dem Teil? Oder anders gefragt, machst Du damit „nur“ Rundflüge oder fliegst Du damit auch mal für ein paar Tage weg? Es heisst ja „Reisemotorsegler“ auf der Wikipedia :-)

  6. @Andreas:

    Fragen beantworte ich gerne! :)

    Stellst Du da den Motor ab, wenn Du oben bist?

    Im Normalfall nicht, nein. Die «Super Dimona» segelt im Vergleich zu einem gewöhnlichen Motorflugzeug zwar hervorragend, ist als Segelflugzeug aber nicht leistungsfähig und als Segelflugpilot deshalb in den meisten Fällen nicht attraktiv.

    Wie weit kommst Du mit dem Teil?

    Die Gleitzahl der «Super Dimona» beträgt 1:27, das heisst im Idealfall kann ich aus einer Höhe von 1 km noch eine Strecke von 27 km zurücklegen. Moderne Segelflugzeuge haben im Vergleich dazu Gleitzahlen von 40 und höher (einige Beispiele dafür findest Du unter http://www.schaenissoaring.ch/flotte.cfm?SelectedMenuID=43.)

    Die Segelflugfähigkeiten der «Super Dimona» geben im Flug aber immerhin ein Plus an Sicherheit. Bei etwaigen Problemen mit dem Motor bedeuten die Segelflugfähigkeiten einen wertvollen Zeitgewinn.

    Oder anders gefragt, machst Du damit “nur” Rundflüge oder fliegst Du damit auch mal für ein paar Tage weg? Es heisst ja “Reisemotorsegler” auf der Wikipedia :-)

    Mit der «Super Dimona» bin ich mehrheitlich auf Rundflügen mit oder ohne Zwischenlandung(en) unterwegs. Neben Passagieren sind Fly-ins auf anderen Flugplätzen ein häufiger Anlass dafür. Ein Beispiel für Letzteres ist der alljährliche Sternflug, der dieses Jahr nach St.Gallen-Altenrhein führte (leider dieses Mal ohne mich):

    http://www.flightforum.ch/forum/showthread.php?t=77896

    Mehrtägige Reiseflüge sind – bei leichtem Gepäck – aber durchaus denkbar. Ich hege diesbezüglich einige Pläne, konnte sie bislang aber noch nicht umsetzen …

  7. ooh, da kommen erinnerungen auf :-) ich war letztes jahr auch dort und habe einen rundflug mit einem segelflugzeug gemacht :-)

    lg endzy

  8. @Endzy: Ich hoffe, es hat Dir gefallen – Segelflug ist ja nochmals etwas ganz anderes als Motorflug … :)

  9. Tim Dührkoop sagt

    Dann können wir ja bald mal eine Aviatik-Subgruppe in TEDxZurich auftun … Hoffentlich habe ich meine US-PPL bald umgeschrieben, und genug Praxis, dass ich mich traue, Passagiere mitzunehmen …

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