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CD Kritik: Steff la Cheffe – Bittersüessi Pille

Steff la Cheffe - Bittersüessi Pille

Am 30. April ist das Debut Album Steff la Cheffe „Bittersüessi Pille“ erschienen. Steff la was?

Steff la Cheffe – Stefanie Peter ist 23 Jahre jung und hat ein loses Mundwerk. Als Vize Weltmeisterin im Beatboxen ist das auch bitter nötig. Sie hat letztes Jahr den m4music Newcomer of the Year Award und den ersten Rang in der Kategorie Urban gewonnen. Und jetzt ist die erste Scheibe in den Läden und den Online Stores. Und es kickt, rhymet und groovt. Grosses Sprachfeuerwerk auf Mundart.

Steff la Cheffe - Bittersüessi Pille

Die Rhymes sind von ausserordentlicher Qualität. Zeitgenössischer Berndeutscher Jugendslang. Klip und klar und im Takt. Abwechslungsreich und experimentierfreudig mit genügend Humor über die Tracks verteilt. Stellenweise habe ich echt gelacht, an anderen Stellen gemerkt, dass mein Vokabular nicht mehr ganz up-to-date ist. Es macht grosse Freude zu hören, wie lustvoll Steff mit der Sprache umgeht. Ich hatte befürchtet, dass Dodo das halbe Album mit Yeah-Reggea-Rastafari-Groove übertüncht. Hat er aber nicht. Aber dafür einen humorvollen Part im Song „Hr. Dokter“ übernommen. Doktor Dodo – Doktor für Beats – Stereo und Mono.

Mir gefällt die Scheibe und mir gefällt Steff la Cheffe. Sie ist authentisch und pur. Ungeschminkt und selbstsicher. Sie zelebriert Hip-Hop Kultur glaubhaft und macht weder auf Möchtegern-Gangsta noch einen auf über-sozialkritische Gangsta-Bitch. Marlies Seifert hat auf 20min ein treffendes Portrait veröffentlicht: „Ein Meitschi mit Eiern“.

Ey. Maximum Reschpäkt! Steff la was? Steff la Cheffe. Den Namen wird man sich bald gemerkt haben. Und jetzt: Kaufbefehl (hier auf iTunes kaufen)! Junge aufstrebende Schweizer Künstler gehören unterstützt!

PS:

Herr Dokter, Herr Dokter ich bruche es Schnäbi,
es wär drum zum Räppä no gäbig.
(…)
Wüsster was, wie wärs mit Brüscht noch Mass,
s’wär etz gwüss no das, wo is Budget passt

7 Kommentare

  1. Schön dass es auch bei uns in der Schweiz immer wieder erfolgreiche Newcomer gibt.

    Von Steff kenne ich bisher nur „Annabelle“, eigentlich ein wirklich cooler Song.

  2. Georg sagt

    Einfach aus dem nichts kommt steff la cheffe aufs Podest. Zuerst entdeckt: Annabelle auf Virus und kurz danach auf DRS3. Es ist ungewohnt, eben einer „nicht-Gangsterin“ beim Rappen zuzuhören. mir gefällts.

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  5. BTW: Am nächsten Donnerstag ist Steff la Cheffe bei Aeschbacher (Schweizer Fernsehen) eingeladen.

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