Mein iPad ist da – Erste Eindrücke.

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Das iPad hat zu mir gefunden. Gekauft in Miami, abgeholt in London und einige Stunden geübt, um alle Barrieren zu überwinden. Und es verändert mein Medienverhalten.

iPad vs. englische Sonntagspresse

Wie ich das iPad einsetzen werde

Den Sonntag habe ich mit dem iPad auf der Couch verbracht und meine gewohnten News Websites und Blogs “durchgetouched”. Der direkte Vergleich mit anschliessendem Besuch im lokalen Pub und Lektüre der englischen Sonntagspresse fällt eindeutig zu Gunsten des iPad aus. Auch wenn ein Sonntag Nachmittag im Pub andere Vorzüge hat.

Ich habe diesen Blogpost auf dem iPad zu schreiben begonnen und bin dann ziemlich schnell wieder zurück ans MacBook gesessen. Weil ein toller Touchscreen eben doch keine Tastatur ersetzt, weil mir Schreiben in Couchstellung einfach nicht behagt und weil ich momentan einfach routinierter bin mit Tastaturkombinationen und Photoshop usw..

Kurz gesagt; das iPad ist das perfekte Gerät für Couchsurfer, für reinen Konsum bzw. solange man nicht produktiv schreiben muss. Ob Webseiten, e-Books oder spezielle News-Apps, Newskonsum auf diese Art ist eine reine Freude. Ich kann mir sehr gut vorstellen, künftig auch “Magazine” mit multimedialen Inhalten auf dem iPad zu konsumieren. In der kurzen Zeit haben sich für mich meine persönlichen Killer Usecases gezeigt:

  • Mein Ersatz für Sonntagspresse
  • Gemeinsam Fotos (oder Youtube Videos) anschauen
  • Während Filmen IMDB surfen und Details zu Film und Schauspieler abrufen
  • Twittern während Fussball / Fernsehsendung
  • Gamen (auch gemeinsam)
  • Grundsätzlich DER Teletext Ersatz schlechthin

WIFI oder 3G?

Ungeachtet aller möglichen Preisepläne und Anschaffungspreise: im Moment reicht mir die WIFI Version (und klar; Tethering wäre schon perfekt). Neben iPhone und Swisscom Unlimited Stick benötige ich im Moment nicht noch eine weitere Variante mit Internet Zugang. Wie es in einem Jahr aussieht, werden wir sehen.

Für mich zeichnet sich der iPad Gebrauch relativ klar ab. Hauptsächlich bleibt es in Reichweite vom Sofa. Es kommt mit auf Besuche bei Familie und Freunden, wenn das MacBook Pro ausnahmsweise zu Hause bleibt und das iPhone alleine nicht ausreicht. Zum Fotos zeigen hauptsächlich (und Göttikinder mit iPad Games zu beschäftigen). Arbeiten werde ich am MacBook Pro und Musik oder Podcasts bleiben auf dem iPhone.

Und wie liegts in der Hand?

Egal wie man das iPad hält; für längere Zeit wird es nicht bequem sein: Ob mit einer Hand gehalten und mit der anderen tippend oder einfach flach auf die Knie gelegt und dann (versuchend) mit 10 Fingersystem zu schreiben.

Mit der täglichen Nutzung erschliessen sich einem weitere Einsatzmöglichkeiten. Oder aber im Gegenteil. Draussen im Garten zeigt es sich. Das iPad im Freien kaum zu gebrauchen. Der glossy Bildschirm spiegelt den englischen Wolkenhimmel und mich selbst. Vermutlich ist das iPad als Schminkspiegel geeigneter….

iPad Outdoor

Akku sehr gut, Gaming grossartig

Neu entdeckt habe ich das Gamen. Das iPad ist das perfekte Format für ein Game zwischendurch. Und das mit spannender Bedienung. Touch oder Neigung bringt neue Navigationsmöglichkeiten und somit eine Basis für neuartige Games. Ich habe den Akku während 6 Stunden Nutzung in Richtung 30% Reserve gebracht. Das ist wesentlich mehr als ich erwartet hätte. Eine gute Gelegenheit künftig wieder mehr über “Zeitverschwender” zu schreiben.

Was alles fehlt?

Eigentlich fehlt alles. Wie bei der ersten Version des iPhone. Speziell aufgefallen sind mir folgende Dinge:

  • Kein separater USB Anschluss
  • Kein SD Card Slot
  • Kein einfaches Switchen zwischen Applikationen
  • Kein Tethering
  • Keine Kamera
  • Kein entspiegeltes Display
  • Alternative zu iTunes für Transfer von Bilder, Dateien

Ungeachtet dessen ist das iPad wie das iPhone in der ersten Version eine Revolution. Zumindest auf meinen Sofa (und wer weiss, vielleicht auch für die Verleger). Es wird nicht den Desktop, nicht das MacBook und nicht das iPhone ersetzen. Es fügt sich irgendwie nahtlos dazwischen ein und eröffnet einem neue Anwendungsmöglichkeiten. Ein nicht ganz billiges Spielzeug für Geeks und Apple Fanboys mit wie Andreas Göldi am ersten Tag schon getwittert hat: mit massivem Potenzial was Apps anbelangt. Ich bin begeistert und kann den Start in Europa kaum abwarten.

Und für die Techies

Nur mit OS X 10.5

Was mir schon klar war: Der erste Start des iPad will wie ein iPhone auch erstmals ein an ein iTunes angeschlossen werden und zwar an die aktuellste Version. Also erst iTunes downloaden. Danach merken, dass das iPad nur mit Apple OS X 10.5 läuft und danach merken, dass das 3jährige MacBook gar nicht für OS X 10.5 geeignet ist. Gut gibt  es in diesem englischen Haushalt noch einen anderen Mac mit aktuellem Betriebssystem…

Nur mit US iTunes Account

Nächste (erwartete) Hürde. Der iTunes Store (für iPad Applikationen) ist in Europa noch nicht frei gegeben. Bis dahin kommt man vorerst nur mit einem US-iTunes Account an die Apps. Solange man nur Gratis-Apps laden möchte, funktioniert das auch ohne Angabe von Kreditkarten Angaben. Wer kostenpflichtige Apps herunterladen möchte, braucht eine US-Kreditkarte, US-Paypal Account oder passende Vouchers.

Autor: Ralph

Ralph Hutter. Schreibt über Web 2.0 Trends, Fotografie, Netzkultur, geeky Gadgets, iPhone Apps und neue Medien.