Konzert Kritik: Guns’n'Roses im Hallenstadion Zürich – Zeit für die Pension Dude

Das Guns’n'Roses Konzert im Hallenstadion war ein Desaster. Das erste Konzert, das ich vorzeitig verlassen habe.

Schockstarre im Hallenstadion. Nach den ersten Sekunden Gesang schauen sich fragende Gesichter an. Das ist jetzt wohl nicht wahr. Der Sound ist so gut abgemischt, dass man jeden Fehler in Axl Rose’s Gesang hört. Und viele Töne trifft er nicht in den ersten Minuten. Spätestens nach dem typischen Schrei-Froschgesang ist es dann auch Wurscht; er war auch früher kein begnadeter Sänger.

Guns'n'Roses im Hallenstadion Zürich

Die Band spielt einwandfrei und rockt (in Passagen ohne Gesang) zwischenzeitlich ziemlich deftig. Was aber gar nicht geht: Auf den Boxen steht ein Gitarrist mit Zylinder und Zigarette im Mund. Ist aber nicht Slash, sondern eine billige Kopie. Der mag  ein brillianter Gitarrist sein, wird aber für das Konzert zur Slash Parodie. Das Publikum reibt sich die Augen und wartet ziemlich lange auf den ersten bekannten Song. Und trotzdem will einfach keine Stimmung aufkommen. In den Rängen sitzen sie beharrlich und regungslos und auch auf dem Parkett sind nur an der Front einige Euphorische auszumachen.

Hinten steht ein Blinder mit Begleitung. Sein Gesichtsausdruck bestätigt mich; es liegt nicht an meinen Ohren. So habe ich denn einfach getwittert, bis die iPhone Batterie mal leer war. Und das hingegen war unterhaltsam, wie die Timeline beweist:

Live Konzertkritik in der Twitter Timeline

Konzertkritik auf Twitter

Und was sagt die Schweizer Presse zum Guns’n'Roses Konzert? Gar nichts. Die pennen noch.

Guns'n'Roses im Hallenstadion Zürich