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Lumix LX5 Review – Erste Erfahrungen

Fast wie Weihnachten. Das tägliche Kameraequipment hat Verstärkung bekommen. Eine Lumix LX5. Eine Lumix LX5 aus ganz bestimmten Gründen, denn die LX2 funktioniert noch immer reibungslos.

Die LX2 ist seit Jahren ein treuer Begleiter. Lichtstarkes Leica Objektiv, robust, verlässlich, handlich und von sehr guter Bildqualität. Die LX5 ist nicht nur einfach ein Nachfolgemodell. Sie bringt einige Funktionen mit, die im täglichen Gebrauch einige neue kreative Möglichkeiten bringt. Bekanntlich bin ich ein Zoom Verweigerer und belächle gerne die softwaremässigen Kreativprogramm-Presets auf Digitalkameras. Die LX5 lehrt mich eines Besseren. Erstmals setze ich Kreativmodi ein und finde Gefallen an einer aussergewöhnlichen Zoom-Funktion. Und klar. Nebenher ist alles andere sowieso bigger, better, faster. Oder so.

Neue Funktionen

1:1 Aspect Ratio (und weitere)

Am Objektiv kann nahtlos zwischen 1:1, 4:3, 3:2, 16:9 Format umgestellt werden. Vorallem die quadratischen Bilder (1:1 Aspect Ratio) faszinieren mich seit die ganze Hipstamatic Euphorie ausgebrochen ist.

Schrittzoom

Die Killerfunktion der LX5 überhaupt ist das Schrittzoom. Wer von der Spiegelreflex-Fotografie an das regelmässige Objektiv Wechseln gewöhnt ist, wird die Funktion „Schrittzoom“ lieben. Kein nahtloses zoooooom, zooooom, zoooom (ich bin ja bekennender „Hinlaufer“ statt „Ran-Zoomer) – mit der entsprechenden Voreinstellung ist ein stufenweises Zoomen über die Zoom-Wippe auf Brennweiten (entsprechend Kleinbild ungefähr) 24, 28, 35, 70 und 90 mm möglich.

Das ermöglicht (in Kombination mit dem Schalter für das Bildverhältnis am Objektiv) ein superschnelles Umschalten für Weitwinkel Motive, Reportage- oder Telemodus. Über einen zweiten Schalter am Objektiv kann darüber hinweg in den Makromodus oder auf manuellen Fokus umgeschaltet werden.

Ich kenne keine andere Bridge Kamera, die sich so schnell auf unterschiedliche Gegebenheiten, Seitenverhältnisse, Zoomstufen (und falls gewünscht auch noch mit Kreativprogrammen) einstellen lässt.

Mehrfachbelichtung

Mehrfachbelichtung pro Bild kenne ich bislang nur von einigen Digital SLRs und natürlich der Holga. Die schönen Geistereffekte habe ich auch an der Photo10 gesehen. Jetzt einfach selber machen. Ich habe schon hundert Ideen.

Campell Soup - Mehrfachbelichtung

Serienbilder

Bei Schnappschüssen einfach den Finger auf dem Auslöser lassen und eine ganze Serie knipsen. Wieviele Bilder pro Sekunde und nach wievielen Bilder der Chip am Limit ist, wird sich im Praxistest zeigen. Nicht vergessen: Den Serienbildmodus immer eingeschaltet haben. Sonst nützt es nichts, falls mal ein Schnappschuss ansteht.

Kreativ Modus

Eigentlich mag ich die Kreativ-Presets auf Digitalkameras nicht. Die LX5 wird allerdings zum lieben Ersatz der coolen iPhone Retrokamera Apps. Die Geschwindigkeit und die Bildauflösung sind im Vergleich von iPhone zu einer 10Megapixel Kamera einfach eine andere Liga. Mit Effekten wie: Lochkamera, Pur, Retro, Monochrom gibt es einige echte Alternativen zu Hipstamatic und Co.,  einfach mit 10Megapixeln Auflösung.

Retro

Effekt Retro

Lochkamera

Effekt Lochkamera

Was ich nicht explizit ausführen muss, sind die Standard Funktionen wie Zeit- und Programmautomatik, komplette manuelle Einstellungsmöglichkeiten von Empfindlichkeit, Zeit und Blende. Erwähnenswert sind aber zwei zusätzliche Custom-Speicherplätze für eigene Einstellungen, die direkt über den Funktionsring anwählbar sind.

Die LX5 ist wesentlich griffiger,  aber auch leicht grösser als die Vor-vorgängerin LX2. Anstelle des „Gnubbel-Joysticks“ ist nun ein Drehrad mit dem Zeit, Blende oder Belichtungskorrektur eingestellt werden können. Ein Plus in punkto Bedienbarkeit.

Nach einige Wochen wir das „Quick Menu“ ein guter Freund und Helfer. Sofort-Zugriff auf Einstellungen wie Bildgrösse, Weissabgleich, Blitzmodus, Autofokus und Videomodus etc. über einen einzigen Button. Gleich neben dem Auslöser noch ein wichtiger Quickaccess Button „Record Video“. Da hat sich einer etwas überlegt.

Darüber hinweg kommen Funktionen wie Gesichtserkennung,  AF/AE Lock und natürlich zeitgemässe Videokapabilitäten. Aber darüber schreibe ich ein anderes Mal.

Gerade in Zeiten von billigen Kompaktkameras und halbwegs akzeptablen Kameras in den Smartphones ist die LX5 extrem wohltuend.

Die LX5 kaufen

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10 Kommentare

  1. Ja ja, die Panasonic haben ein Händchen für solche Kameras. Ihr guter Ruf eilt ihnen voraus und dein Erfahrungsbericht bestätigt es wieder einmal. Macht richtig Lust, wieder mal mit einen „Kleinen“ auf Tour zu gehen.
    P.S. Den Retro Look finde ich ja rattenscharf, sogar ein Auto aus den Siebzigern wird in die Szene eingefügt…

  2. Yves sagt

    die bilder sehen wirklich ziemlich gut aus, muss man um die kamera bedienen zu können vollprofi sein oder reicht es auch wenn man hobby-fotograf ist?

  3. recipient sagt

    @ Yves: Die LX5 verfügt über hervorragende Automatiken und ist deshalb definitiv für Leute geeignet, die zwar einen gewissen Anspruch haben, dabei aber möglichst wenig technischen Aufwand betreiben wollen. Das lichtstarke Objektiv erleichtert schnelle Schnappschüsse und macht sogar Nachtaufnahmen ohne Stativ möglich.

    Andererseits lässt sich bei Bedarf aber eben auch alles manuell einstellen, so dass man an und mit der Kamera wachsen kann.

  4. Das ist ein super erster Eindruck mit der Lumix LX5. Ich hätte nicht gedacht, dass aus einer, im Vergleich, so kleinen Kamera so viel Potential ausgeschöpft werden kann. Die vielen Effekte gefallen mir besonders gut.
    Zurzeit sehe ich mich nach einer neuen Kamera um. Ich weiß noch nicht welche es werden wird und auf welch Kriterien ich Acht geben werde, aber die LX5 ist auf meiner Liste notiert.

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