Fotografie

Diana Mini – La Petite noire

Diana Mini Petite Noire

Die alte Lomo kriegt Verstärkung. Ich habe mir eine Diana Mini Petite noire zugelegt. Aus ganz bestimmten Gründen.

Zugegeben – ich bin voll im Square-Fieber. Quadratische Fotos haben einfach eine ganz andere Anmutung als Querformate. Mit dem leisen Untergang der Mittelformat Kameras und des 120er Films ist auch das klassische quadratische  6cm x 6cm Fotoformat lange Zeit  in den Hintergrund gerückt. Dank den iPhone Apps wie Hipstamatic oder Instagram erlebt das quadratische Format eine Renaissance. Vorbild bleiben mir aber die Fotografen wie Giancarlo Rado, die trotz allen technischen Fortschritts am analogen Mittelformat festhalten.

Diana Mini Petite Noire

Die iPhone Kamera bzw. jegliche Handykamera oder -app sind für mich nur eine Notlösung; manchmal vielleicht ein bewusstes Stilmittel, aber nicht mehr. Das quadratische Bildformat fasziniert mich dermassen, dass ich mir  eine Lumix LX5 angeschafft habe, damit ich Bilder in 1:1 Ratio nativ schiessen kann. Ohne nachträgliches Croppen oder Bearbeiten! Um für wenig Geld auch analoges (quadratisches) Mittelformat zu schnuppern,  hatte ich mir vor Kurzem eine Holga angeschafft und damit erste Erfahrungen mit 120er Film gesammelt.

Um es auf den Punkt zu bringen. Ich werde mit der Holga nicht heiss. Nicht wegen der Qualität, Bedienung oder Grösse sondern weil die Digitalisierung der analogen Bilder aufwändig, umständlich und teuer ist. Offenbar gibt es kaum mehr Fotolabors, die 120er Film in Standardprozessen preisgünstig digitalisieren. Auf alle Fälle habe ich keines gefunden. Hingegen; 35mm Filme lasse ich jeweils ohne Abzüge mit CD-Rom (mittlere Auflösung) für im Schnitt ca. CHF 15.00 entwickeln und digitalisieren.

Diana Mini – quadratisch, praktisch, gut?

Die Diana Mini springt da in die Bresche. Sie benötigt nur handelsüblichen 35mm Kleinbildfilm, für den die meisten Labors noch immer eingerichtet sind. Sie kann auf quadratische Fullframes oder Halfframes im Hochformat – 2 hochformatige Bilder auf einem Fotopapier – eingestellt werden. Im Lieferumfang befindet sich auch ein Blitz inkl. Farbfiltern und Adapter für einen Standard-Blitzschuh, der auch auf die Lomo LC-A passt. Am meisten freue ich mich auf die Möglichkeit zu Mehrfachbelichtungen sowie Langzeitbelichtungen (dank Standard Gewinde für Stative).

Der erste Film ist geschossen. Ich warte gespannt auf die Ergebnisse…

Diana Mini Lieferumfang

  • 35mm Film
  • Quadratisches Bildformat
  • Mehrfachbelichtung
  • Lomo Blitz (mit Farbfiltern), mit Adapter der auch auf die Lomo LC-A(+) passt
  • Manueller Transport
  • Bulb – Langzeitbelichtung
  • und das nette inspiriende Büchlein, das in der Produktion wohl mehr als die Kamera gekostet hat

 

 

Kategorie: Fotografie

von

Ralph Hutter. Digital Stuntman. Blogger. Twitter Aficionado. Digital Artist. Fotograf. Agile Product Manager. Dozent. Foodie. Geocacher.

9 Kommentare

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  2. „Leiser Untergang der Mittelformatkameras“ ?
    Nach wie vor werden analoge Mittelformatkameras hergestellt (Mamyia, Alpa, Voigtländer/Cosina, Hasselblad usw) und gerade aufgrund der verhältnismässig niedrigen Preise gebrauchter Systeme erlebt Mittelformat in der Amateurfotografie eine Blüte. Allerdings sind die Preise gegenw. aufgrund der hohen Nachfrage wieder am steigen.
    Die Kosten für 120er Film sind lediglich aufgrund der Bildzahl im Verhältnis zu KB höher (meist 36 Bilder, MF: 10-24).
    Das scannen tatsächlich eine Problematik, steht aber ebenso im Verhältnis zu Anzahl Bilder & Ansprüchen.
    Man kauft sich ja auch kein 1’500.–PC nur um 1 Mal im Monat die Mails zu checken :)

    Manche meinen doch tatsächlich, Holga/Diana repräsentiere die Analogfotografie (neuerdings auch wieder Polaroid) und sind dann enttäuscht, weil sie die Bilder nicht in’s Internet kriegen.
    Das Ganze nun dann noch per IPhone, nur um des Effekts willens, setzt dem Ganzen noch ein’s drauf, bequemer geht’s dann wohl nicht mehr. Aber auch nicht unauthentischer . . .

  3. Luki sagt

    Hossa
    Ich hab mir auch eine Diana Mini zugelegt und hab die Fotos nun entwickeln lassen. Einfach mal gesagt „Standard“. Jetzt hab ich 15×10 Format und immer noch so blöde Ränder dran. Auch passen beim halbquadratischen Fotomodus die beiden Bilder nicht so richtig drauf und es das zweite Bild wurde immer abgeschnitten. Gekostet hat’s 80Rp/Foto.
    Wollte mal frage wie und wo du deine Fotos entwickeln lässt und was für einen Scanner du hast.
    Sorry für die vielen Fragen aber ich weiss sonst grad nicht mehr weiter…

  4. Hallo Luki

    Ich lasse mir keine Abzüge der Bilder machen. Ich lasse nur die Negative entwickeln und gleichzeitig die Bilder (in mittlerer Auflösung) auf eine CD Rom brennen. Das kostet zusammen CHF 15.– pro 36 Film. Daher habe ich auch keinen Scanner.

    Die Bilder veröffentliche ich auf Flickr. Falls ich je einmal Abzüge machen möchte, habe ich ja noch die Negative.

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  6. Nicolas sagt

    Wo läst du deine 35mm Filme entwikeln (als Negative und Cd) ? Vielen Dank
    Gruess
    Nicolas@Home

  7. Hallo Nicolas
    Momentan macht das „Fotohuus Oerlike“ in Zürich Oerlikon für mich. Negative plus CD für CHF 15– pro Film.

  8. nicolas sagt

    hallo ralph
    dank für dein tip fotohuus oelikon, werde es sofort ausprobieren. gruess nicolas

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