Allgemein

Google Currents. Ein Mobile Magazin für News und Blogs. Das neue Flipboard?

google currents - pixelfreund.ch

Google kündigt heute „Google Currents“ an. Ein digitales Magazin, welches News, Blogposts und RSS Feeds zu einem interaktiven Magazin für Tablets und Smartphones zusammenfügen.

Die Idee ist zwar bahnbrechend, aber nicht neu. Die Flipboard App wird schon seit geraumer Zeit als DAS Beispiel für zukünftigen Medienkonsum gehandelt. Google Currents nur eine Kopie?

google currents - pixelfreund.ch

Der Setup ist einfach. Google Currents gibt es derzeit als Apps für Android, iPhone oder iPad. Ich habe mir die Anwendung und jetzt kommt schon der erste Wermutstropfen – im US iTunes Store heruntergeladen. Die App ist im CH-iTunes Store derzeit nicht erhältlich (wie so vieles in Punkto Musik, Büchern und Verlagsinhalten).

Vorinstalliert kommen Inhalte von Forbes, 500px (sic!), The Daily Best etc. in die App. Über die „Search-Funktion“ kann nach eigenen Inhalten (angebotene Feeds) gesucht werden, was etwas zum Spiessrutenlauf für schlecht indizierte Inhalte wird.

Komfortabler wird es dank dem Menupunkt „Google Reader“. Mit einem Klick kann ich meine bestehenden Google Reader Abos in meine Leseliste übernehmen.  Und damit leider nur verfügbar für diejenigen, die das RSS Prinzip bislang begriffen haben und aktiv nutzen. Aber immerhin.

Im Vergleich zu Flipboard fehlt die Integration der eigenen Social Media Accounts (ohne einen Umweg über RSS). Das Social Konzept wäre ja gerade dieses: Ich füge alle meine Social Media Accounts hinzu und werde automatisch über die Updates meiner Community informiert und vermenge diese mit den Newsmeldungen der Medien.

Mein Hauptkritikpunkt; der Fokus der Newsmeldungen sollte primär auf meinen eigenen Newsquellen sein und nicht mit den vorkonfigurierten Newswebsites. Wären es deutschsprachige Newsquellen, wäre es vielleicht etwas erträglicher.

Alles noch ein bisschen Beta. Google Currents ziemlich heftig, Flipboard ebenso. Es bleibt vielversprechend, denn ich kann mir durchaus vorstellen, meine News künftig in dieser Form zu konsumieren, anstelle des andauernden digitalen Sonntagszeitungsdisasters.

 

Kategorie: Allgemein

von

Ralph Hutter. Digital Stuntman. Blogger. Twitter Aficionado. Digital Artist. Fotograf. Agile Product Manager. Dozent. Foodie. Geocacher.

3 Kommentare

  1. Ich finde vor allem den Google Currents Producer noch spannend. Der Reader selbst ist im Vergleich zu Flipboard, Flud, Zite usw. schon etwas dürftig. Über die Reader integration habe ich mich zuerst auch gefreut, dass ich aber nur einzelne Feeds und nicht ganze Folder auswählen, macht es für mich im Moment eher unbrauchbar.

  2. Klingt nach kompliziertem Kram, den letztlich momentan nur wenige nutzen werden, weil sie es nicht gebacken bekommen, die Inhalte zur Integration zu konfigurieren, die sie persönlich interessieren. Ob sich das Konzept durchsetzen wird bleibt skeptisch abzuwarten. Solche tollen „wir integrieren alles an einem Ort“ Ideen gab es schon sehr, sehr viele – die meisten davon sind kläglich gescheitert.

Kommentare sind geschlossen.