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Kindle Touch – Ein Testbericht

Kindle Touch

Vor einigen Tagen in der Mailbox gefunden: Die vollmundige Ankündigung „Begrüssen Sie Kindle Touch“, was ist Tat und Wahrheit heisst „Sie können diesen vorbestellen. Erscheinungsdatum 27. April 2012“.

Nach erster Verärgerung habe ich den Kindle Touch dann bei Amazon vorbestellen wollen. Kurz vor Abschluss des Bestellprozesses unterbricht die sinngemässe Meldung „Das Gerät kann nicht in das Zielland geliefert werden“. Deutschland, Österreich etc. OK. Schweiz leider nein.

Kindle Touch

Vor lauter Ärger habe ich den Kindle Touch einfach bei Digitec bestellt und am nächsten Tag aus der Post gefischt. Nicht vorregistriert, nicht mit deutscher Menuführung aber immerhin sofort verfügbar und mit deutschsprachigem Content im Amazon Kindle Shop in Massen. Darunter über 5500 kostenlose, urheberrechtsfreie Klassiker.

Was noch nicht funktioniert, ist der direkte Download von Büchern ab dem Kindle Touch Reader. Der Einkauf auf Amazon.de Website und die Synchronisation über WLAN geht allerdings einwandfrei in Sekundenschnelle.

Wer sich an die Touchbedienungskonzepte von iPad und Co. gewöhnt ist, wird den neuen Kindle Touch nun endlich als bedienbar taxieren.  „Touch“ bei Kindle ist allerdings nicht ein elaboriertes Touch- und Gestenkonzept wie beim iPad, sondern schlicht drei fixe Screenbereiche in die man zur Navigation reintatschen kann.

Für meinen Geschmack reagiert das Ding einen Bruchteil einer Sekunde zu träge und flackert in unregelmässigen Abständen bei Seitenübergängen oder Aufruf von Menus. Den Schnellblätterern, die nicht sehr einfühlsam bedienen, wird das Klappern des Plastiks schnell auffallen. Das Klicken und Scrollen hat nicht iPad Genauigkeit, dafür hat das iPad auch nicht Akku Laufzeit von 2 Monaten. Das einfache Blättern hingegen ist performant und dank „Easy Reach“ auch sehr zweckmässig eingerichtet.

Trotz all den Unwegsamkeiten zum Start; der Kindle Touch ist für mich der erste echte eBook Reader in punkto Bedienbarkeit bei gleichzeitig hoher Akkulaufzeit.

Ob der Kindle Touch auch auf Dauer Spass macht, wird sich in den nächsten Monaten weisen. Auf alle Fälle habe ich mich mit einer grossen Summe an kostenlosen Klassikern und 99 Cent Ausgaben meiner liebesten Jugendbücher ausgestattet.

Und übrigens: Falls das mit dem Kindle und mir nicht zur grossen Liebe gereichen sollte, kann ich die gekauften eBooks ja einfach mit dem Kindle für iPad oder dem Kindle für Mac lesen.

Kategorie: Gadgets

von

Ralph Hutter. Digital Stuntman. Blogger. Twitter Aficionado. Digital Artist. Fotograf. Agile Product Manager. Dozent. Foodie. Geocacher.

7 Kommentare

  1. Also ich habe mir vor einiger Zeit den neusten Kindle ohne Touch gekauft und bin durchaus zufrieden. Ich lese die meisten Bücher damit, zwischendurch tatsche ich aus lauter iPad Gewohnheit mal auf den Bildschirm. Sehe aber nicht wirklich einen nutzen für einen Touchscreen beim Kindle.

  2. Meine Freundin hat mir einen aus der USA gebracht. Ich hab sogar einen 3G. Blöd, dass es nicht mehr richtiges 3G ist – als Backup im Ausland.

    Zum Lesen finde ich das Ding aber genial. Wenn ich im Gatren sitze und auf dem iPad nichts mehr sehe, kann auch auf dem Kindle ohne Probleme lesen.

    Es sind halt langsam ein bisschen viele Geräte – Arbeitslaptop, iPad, iPod, Galaxy Nexus und Kindle – ich sollte da mal konsolidieren.

  3. @Loi Reine persönliche Präferenz. Ich habe auf dem alten Kindle andauernd auf den Bildschirm geklickt. Jetzt funktionierts für mein Verständnis perfekt.

  4. Guten Tag,
    wir hätten Interesse daran, gegen Bezahlung eine kleine Werbung auf Ihrem Blog zu schalten. Leider habe ich keine andere Kontaktmöglichkeit gefunden.
    Sollten Sie interessiert sein, so melden Sie sich bitte unter der angegebenen Emailadresse bei mir, damit ich Ihnen genaueres erklären kann.
    Freundliche Grüße,
    Christopher K.

  5. Einfach Klasse das Ding, um diverse gute Bücher unterwegs immer dabei zu haben :).
    Ist nun mittlerweile mein 2. Kindle…

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