Neueste Artikel

Post aus Palästina. Ein Halstuch von Jassir Arafat.

Palästina. Unendlicher Krieg, Leid und unendliche Friedensverhandlungen. Nach so vielen Jahren der Kriegsberichterstattung blenden die meisten das Thema einfach aus. Es dominieren neue Krisen in den Medien. Vergessen gehen die Menschen, die Schicksale aber auch die lokalen Produkte wie die Kufiya, DAS Palästinensertuch.

Jassir Arafat hat die Kufiya, das Palästinensertuch zu einem politischen Nationalsymbol gemacht. Dieses traditionelle Kleidungsstück ist zwar immer noch politisch aufgeladen, aber zwischenzeitlich ist es eher zu einer Mode Ikone verkommen (Made in China oder Bangladesh); einige Leser verbinden damit sicherlich noch Jugenderinnerungen.

2011 berichteten die BBC  und The Guardian über ein „Social Media Projekt“ – The Last Keffiyeh, welches die letzte Produktionsstätte des Original Palästinensertuchs, der Kufiya in Hebron unterstützt. Rückblickend war es eine reisserische Berichterstattung über eine Social Media Kampagne, deren Erfolg nach vielen Jahren mit 2304 Facebook Fans eher bescheiden ausgefallen ist. 2015 hat der Spiegel Online die selbe Geschichte aufgefrischt.

Mein legendäres „Gschirrtüechli“-Halstuch ist in die Jahre gekommen und der einzige würdige Ersatz scheint mir ein Halstuch aus der Fabrik, welcher auch Jassir Arafat den Vorzug gegeben hat. Wie schwierig kann es sein, ein solches zu bekommen? Easy. Bestellt auf http://www.kufiya.org/, bezahlt mit Paypal und binnen 5 Tagen geliefert bekommen. Schneller als zahlreiche Online Bestellungen, die ich in Deutschland oder England abgesetzt hatte.

Auch wenn Zalando, Amazon und die internationalen Modeketten dominieren… Die Globalisierung und Digitalisierung bringen Nischenprodukten und Randregionen ungeahnte Nähe. Fertig mit China-Scheiss und Low-Cost Produkten von internationalen Modeketten. Mit der gleichen Selbstverständlichkeit wie ich Mehl von der regionalen Mühle online bestelle, beim lokalen Bauern und Metzger Fleisch einkaufe, kann ich auch Produkte meiner favorisierten Fabrik in der der Westbank bestellen.

Ich habe mir 4 traditionelle Farbvarianten der Kufiya bestellt. Die weisse Kufiya wie sie Jassir Arafat getragen hat, war leider ausverkauft. Und ja. #freepalestine wäre eigentlich der Vater des Gedankens gewesen, aber ich mache damit kein politisches Statement. Ich möchte einfach meinen kleinen Beitrag für den Fortbestand eines ausserordentlichen Produkts leisten –  für ein lokales Unternehmen in einer schwierigen wirtschaftlichen und politischen Situation. Nicht mehr und nicht weniger. Adieu Gschirrtüechli. Welcome Kufiya. Der Winter kann kommen.

Video: BBC Beitrag „Social Media Lifeline for Last Keffiyeh Factory“

Quellen

 

Flipboard neu als Browserversion

Die Flipboard iOS App (für iPad)  ist schon lange ein persönlicher Geheimtipp. Die perfekte Umsetzung eines digitalen Magazins. Diese ist neu auch als Browserversion verfügbar. Das ermöglicht vor allem einen besseren Zugang zu den eigenen, benutzerindividuellen Magazinen.

Auf der Flipboard App oder der Webplattform können thematische sortierte Kategorien abonniert und durchgeblättert werden und deren Inhalte in eigene Magazine „geflippt“ werden. Dabei handelt es sich um kuratierte Websites oder Blogs, welche um die Inhalte der eigenen Social Media Plattformen angereichert werden können. Die einzelnen Magazine der Flipboard Benutzer können wiederum ebenfalls abonniert werden.

pixelfreund_auf_Flipboard

Flipboard ist mein Feierabend und Weekend Magazin auf dem iPad, in welchem ich neue Inhalte und Themen konsumiere. Mit der Magazin Funktion ist es gleichzeitig eine lustvolle Art, gute Artikel in eigenen Magazinen zu speichern; für mich ein Bookmark oder Evernote Ersatz. Gleichzeitig teile ich die Inhalte wiederum in der Flipboard Community bzw. mit Webversion nun endlich auch öffentlich auf dem Web.

Das einzige Manko ist, dass man auf Flipboard nicht explizit eigenen Content oder eigene Inhalte publizieren kann. Andererseits macht es die App und deren Verwendung beruhigend clean. Ich konsumiere nun guten, kuratierten Content. Publizieren werde ich weiterhin andernorts; auf dem Blog, auf Twitter und Co..

Mein Flipboard Profil auf dem Web gibt es hier unter https://flipboard.com/@pixelfreund. Hier zwei Beispiele meiner Magazine. Mit Foto-Content. Und Katzenbildern. Was sonst? Jetzt bin ich gespannt auf Eure Magazine.

Pixelfreund Photo Mag

View my Flipboard Magazine.

Pixelfreund Catcontent & Co.

View my Flipboard Magazine.

Vany Light Ringlicht – Ein Schweizer Crowdfunding Projekt

Drüben bei Indiegogo läuft eine unterstützenswerte Crowdfunding Kampagne. Alex Kühne hat hier in der Schweiz ein Ringlicht für mobile Geräte entwickelt. Das Ringlicht ist passt auf Smartphones und Tablets, aber auch auf die Webcam eines Notebooks. Und Alex meint, das Ringlicht wäre auch ein tolles modisches Accessoire ;-).

Coole Idee, nicht nur für Fotografen. Ich werde damit besser ausgeleuchtete Fotos für meine Foodfotos machen und bei Facetime Anrufen abends hoffentlich etwas frischer strahlen.

Jetzt bin ich gespannt, wie die Crowdfunding Kampagne läuft. Die Idee ist unterstützenswert. Vielleicht magst Du das Projekt auch weiteren Freunden empfehlen?

 

Hightech – Low-Fi. Einladung zu meiner neuen Fotoausstellung

Ich stelle aus. Und Du bist herzlich eingeladen! In der bewohnten Gallerie von Peter Stocker – (Artune Architecture&Art) stelle ich analoge und digitale Werkserien der letzten Jahre aus unter dem Thema „Hightech Low-Fi“.

„Hightech Low-Fi“ ist ein andauernder Werkzyklus bestehend aus einer kontradiktorischen Kombination von analogen und digitalen Technologien. Digitale Bildstörungen, Blendenflecke, Mehrfachbelichtungen  – die Schönheit technischer Unzulänglichkeiten wird zum ästhetischen Konzept erhoben.“

Die Werkserie verbindet meine Arbeiten der letzten Jahre mit analogen Kameras, speziell die Diana, Holga und Lomo Kameras, aber auch Digitalfotos, welche mit analogen Stilmitteln Lochkamera Objektiv, Plastiklinse etc. aufgenommen wurden.

Termine

  • 15.11.2014, 11 – 16 Uhr – Vernissage inkl. Führung
  • 19.11.2014, 18 – 20 Uhr – Führung mit dem Künstler
  • 25.11.2014, 18 – 20 Uhr – Finissage

Vorschau

Ort und Anfahrt

Artune Architecture & Art
Panoramaweg 29
5070 Frick

Anfahrt

Plectrum Electrum

Der Prinz ist zurück. Zu 50 Prozent. – Eine Albumkritik.

Ende September 2014 hat Prince irgendwie klammheimlich zwei neue Studio Alben veröffentlicht. Plectrumelectrum und Art Official Age. Ein Erfahrungsbericht.

Wenn man Dich nach Prince fragt; welches wären DIE Alben, die Du spontan nennen würdest? Purple Rain, Lovesexy, The Black Album und vielleicht noch Musicology. Das wäre zumindest meine Antwort.

Nach dem 2013 Besuch in Montreux hatte ich eigentlich genug von Funk Diva Prince. Dummerweise habe ich nun zuerst das Album Art Official Age angehört und keine Anknüpfung an den Prince gefunden, den ich seit meiner Jugend still verehre. Das Album Plectrumelectrum blieb zunächst ungehört. Ein kapitaler Fehler.

Plectrumelectrum ist ein Rock’n’Roll Thunder Album, welches einen schon im ersten Song gefühlsmässig in das Purple Rain Album versetzt, urplötzlich in Reminiszenzen an Lovesexy übergeht und in solider Rock-Manier einiger Musicology Tracks mündet. Über den letzten Funky Track mit Micky Mouse Stimme mag man einfach hinwegsehen und die unvermeidlichen Balladen als Prise typischer Prince Rogers Nelson Manier annehmen.

Und jetzt aber der Reihe nach. Die Riffs von Track 3 „Aintturniinround“ könnten von Zakk Wylde stammen, die Vocals wären für Skunk Anansie prädestiniert.  Track 4 „Plectrumelectrum“ ist instrumentaler Südstaaten Rock wie ihn sonst nur Pride and Glory spielt. „Whitecaps“, der Track 5 ist ein inverses Prince Erlebnis. Anstelle von Female Vocal Background Choirs singt Prince die Background Vocals. Wer braucht bei diesen Lead Vocals von Drummerin Hannah Ford überhaupt noch Prince? Ich würde gerne mehr Prince Tracks von ihr hören. Track 7 „Boytrouble“ und Track 8 „Stopthistrain“ könnten B-Side Tracks von Lovesexy Auskoppelungen sein – Prince in Reinkultur.  Track 9 „AnotherLove“ Track in solider Rock Tradition könnte von Musicology stammen.

Die Scheibe ist nicht mehr und nicht weniger als das Highlight von Prince‘ Diskographie der letzten 10 Jahre. Ich wäre fast geneigt zu sagen. Prince is back. Zu 100 %. Das Album „Art Official Age“ ingnoriere ich bis auf weiteres.

PS:
Die Schreibweise der Songtitel ärgert mich genauso, wie damals die Lovesexy Scheibe mit einem 1Track Index auf der CD, welcher die Titel nicht einzeln anspringen liess.

Plectrum Electrum on Spotify

Fitbit is a bit Shit

Adieu Selbstvermessung. Fitbit is a bit Shit.

Das liebe Kind hat das Fitbit Armband ursupiert. Dauerhaft. Und so kam es dazu:

Das Experiment hatte viel versprechend gestartet. Mehr Lebensqualität dank digitalem Fitnessbewusstsein versprechen die Health Tracking Apps und Devices. Ein Rückblick auf einen mehrmonatigen Selbstversuch mit dem Fitbit Armband dokumentiert meine Selbstvermessungsrealität. Auf die Minute genau. Wenn man es genau nimmt.

Fitbit-Flex

Minus

In meinem bruchstückhaften Online Dashboard sehe ich die Lücken, wann ich vergessen hatte in den Schlafmodus zu stellen. Ich sehe, wie oft ich nachts aufgestanden bin, um den Kleinen wieder in den Schlaf zu wiegen und wie lange ich wieder gebraucht habe, um selbst Schlaf zu finden.

Ich erhalte Notifikationsfeuerwerke auf allen Kanälen, wenn ich dank einer vibrationsreichen Motorradfahrt das Tagesziel schon morgens um halb Neun erreicht habe oder wenn die Batterie langsam zur Neige geht oder wenn Freunde mich zu ihren ebenfalls bruchstückhaften Dashboards einladen möchten.

Statt mehr Wohlgefühl habe ich eine weitere substanzielle Quelle digitaler Interruptionen geschaffen. Gerätemodus umschalten. Alle zwei Tage an das Aufladen denken. Täglich das Dashboard checken und die verpassten Aktivitäten und Schlafzeiten nacherfassen. Gewicht nachtragen und Mahlzeiten notieren, wobei das Nacherfassen mehr Durchhaltewillen erfordert, als das neuerdings konsequente Treppensteigen.

Und auch wenn alles einmal nacherfasst ist;  mein BMI und Körperfettgehalt brauchen irgendwie keine eigene Social Media Fan-Gemeinde.

Plus

Fairerweise muss ich sagen, ich kann diesem Trend auch positive Seiten abgewinnen. Das Fitbit Armband ist ein zeitgemässer Armschmuck mit Statement. Ein Emblem der Early-Adopter-Self-Tracker-Gadget-Geeks, das aussagt: Seht her, ich bin einer der gesundheitsbewussten Neo-Fitten und bevorzuge ein Gummi-Gadget noch vor einer fetten Fliegeruhr.

Definitiv schärft ein Fitness Tracking Gerät das Bewusstsein für das eigene Bewegungsverhalten und steigert die Motivation für mehr sportliche Betätigung.

Als unerwarteter Produktnutzen hat sich herausgestellt, dass sich das Fitbit Armband hervorragend eignet, um nächtens im Stockfinstern den Weg zum Klo zu beleuchten.

Fazit

Ich habe das Thema Selftracking nicht final aufgegeben. Aber ich werde mir Alternativen suchen, welche sich einfacher in meinen Alltag einbetten lassen. Schritte werde ich testweise mit der iPhone App Move messen. Meine Wanderungen zeichne ich auf mit GPX Motion oder Runkeeper auf und meine Motivation für mehr Bewegung sind noch immer Geocaching Aktivitäten und statt einer Fliegeruhr trage ich noch immer die zerkratzte Casio, welche ich in New York gekauft habe (aber diese Anekdote ist einen eigenen Blogpost wert).

PS:
Falls jemand Interesse an einem eigenen Selbstversuch hat: Ich verkaufe das Fitbit Armband Paket inkl. unbenutztem kleinen Ersatzarmband, für CHF 40.- (Neupreis CHF 119.-).

PPS:
Der Alternativ Titel zu diesem Blogpost war eigentlich: „BREAKING – Undokumentierter Produktnutzen von Fitnessarmbändern entdeckt“.

 

 

 

 

Polarr - Online Foto Editor

Polarr – Neuer Cloud Photoeditor

Es offenbar Saison für neue Photo Editoren. Nach Pixlr erscheint mit Polarr ein neuer Kandidat im Spiel um cloud-, web- und app-basierte Phototools.

Die Anwendung steht sowohl webbasiert als auch als Google Chrome App zur Verfügung. In der Praxis (auf einem älteren MacBook) läuft die Chrome Version performanter. Der Funktionsumfang enthält mehr als was es für die Basisbildbearbeitung benötigt: Basic, Lights and Shadows, Color Curves and Tones, Lens Physics, Artificial Distortions und Local Adjustment. Für einen detaillierten Funktionsvergleich ist es noch zu früh. Das Team arbeitet mit Hochdruck und in kurzen Zyklen an der Erweiterung, wie ein Blick in Ihre Change-Log / Product Blog zeigt. Allerdings gibt es einige nennenswerte Highlights.

  • Mit dem aktuellsten Release können neu Bilder online in einem Album gespeichert werden. Ein guter Moment um seinen Usernamen, der auch zur Vanity-URL wird zu besetzen.
  • Angewendete Kombinationen von Effekten können als eigene Styles gespeichert werden.
  • Eine „intelligent processing engine“ soll mit der Zeit den eigenen Stil erkennen und versucht schon mal Vorschläge für die Bildbearbeitung zu machen. Das tönt spannend, ist aber noch hochgradig experimentell

Ich werde diese Features in den kommenden Wochen und Monaten testen. Ich bin gespannt, ob mir diese Features beim Erstellung von einheitlichen Food-Fotos unterstützen können.

PS:
Polarr ist derzeit in einer Public Betaphase. Hier kannst Du Dich registrieren.

 

 

Pixlr – Photoshop Alternative neu als Desktop Version

Pixlr ist bislang bekannt für seine Online Version. Diese ist besonders für die Nutzung auf Geschäftscomputern beliebt, da oft die nötigen Administratorenrechte für die Installation eines Tools oder die Lizenz für ein Tool fehlt. Nun gibt es für Windows und Mac Benutzer auch eine kostenlose Desktop Version von Pixlr.

Autodesk Pixlr

Auch wenn die Gratis Variante nicht ganz über den selben Umfang verfügt; alle wichtigen Funktionen für eine schnelle Bildbearbeitung sind vorhanden: Crop, Resize, Rotieren, Farb- / Kontrast, Rote-Augen-Reduktion sowie Dutzende von Filtern, Rahmen, Effekte und Stickers.

Ich brauche Pixlr hauptsächlich als „Instagram für Desktop“, d.h. für kreative Zwecke. Für die Bildbearbeitung hat sich bei mir Snapseed eingenistet, das in der Bedienung sehr ähnlich ist, mir vom Funktionsumfang her aber besser gefällt. Leider wurde die Weiterentwicklung von Snapseed durch Google eingestellt und mit Pixlr Desktop bietet sich eine attraktiver Ersatz.

Downloads

 

 

 

Powerpoint für iPad

Powerpoint für iPad – Und jetzt mal richtig.

Jahre lang war es eine Qual, Powerpoint Inhalte auf das iPad zu bringen und diese zu präsentieren. Mit der offiziellen Powerpoint App von Microsoft gibt es endlich eine vollwertige Lösung und erst noch gratis.

Die Kombination der Gratis iPad App von Microsoft und dem kostenlosen Office Online Account inkl. 15 GB Speicherplatz in der Cloud ergibt eine praxistaugliche Lösung für Dozenten und Speakers.

Powerpoint für iPad

In diesem kostenlosen Setup können bestehende Dokumente geöffnet und im Präsentationsmodus abgespielt werden. Wer Präsentationen bearbeiten oder neue erstellen möchte, benötigt das kostenpflichtige Office 365 Abonnement. 

Was braucht es dazu

Dieser Setup ist für mich die perfekte Lösung um Präsentationen auf das iPad zu transferieren und vom iPad zu präsentieren.  Ob ich mir einen kostenpflichtigen Office 365 Account zulegen werde, wird sich in der Zukunft weisen.

 

 

Boom - Mac Systemlautstärke anpassen

Mac Systemlautstärke lauter machen? Boom!

Die Mac Besitzer können ein (leises) Lied davon singen. Die maximale Systemlautstärke für die Standardlautsprecher oder Kopfhörer sind vermutlich zu wenig laut. Das liegt vermutlich an der Hardware sondern an den Voreinstellungen von Mac OS.

Boom - Mac Systemlautstärke anpassen

Eigentlich wollte ich neue Kopfhörer kaufen. Solche mit etwas mehr Power, mehr Bass und mehr Kick und so. Nach ausgiebiger Recherche habe ich mich entschieden, anstelle eines dreistelligen Betrags in „Pendler-Gear“ On-ear Kopfhörer zu investieren, zuerst die Software Variante für CHF 4.00 auszuprobieren.

„Boom“ eine Mac OS App schafft Abhilfe. Mittels eines individuellen Equalizers können nicht nur die Systemlautstärke sondern auch verschiedene Klangprofile definiert werden. Die Lautstärke kann auch pro Anwendung wie Netflix, Skype, iTunes separat definiert werden. Darüber hinweg können einzelnen Musikdateien einzeln bearbeitet / verbessert werden.

Ich behalte meine schicken Urbanears Kopfhörer mit völlig neuem Klangerlebnis. Für den Büroalltag habe ich eine kostengünstige Lösung gefunden. Die App gibt es auf dem iTunes Store. Aktuell übrigens mit Rabatt.

Und jetzt BOOM – Blow away the silence.

 

Black Sabbath in Concert, Zürich

Black Sabbath und Soundgarden – Rocktitanen im Hallenstadion

Gestern abend im Hallenstadion haben sich zwei Titanen die Klinke in die Hand gegeben. Black Sabbath und Soundgarden. Zugegebenermassen; zwei Titanen unterschiedlicher Generationen.

Das hat sich auch in punkto demographischer Verteilung der Konzertbesucher manifestiert: Viele Väter mit verwaschenen, viel zu engen original T-Shirts in Begleitung von Kindern (mit brandneuen T-Shirts vom Merchandising Stand), langhaarige Mitfünfziger in Jeansgilets, junge Blacklabel Society Fans, ganze Familien ausgestattet mit PopCorn und Ohrstöpseln und die Grunge Fans aus den 90ern.

Black Sabbath in Concert, Zürich

Hauptsächlich haben wir den Gig wegen Soundgarden besucht. Und das ist gleichzeitig auch der Disclaimer für diesen Beitrag. Black Sabbath kenne ich vom Jugendtreff im Pfarreiheim. Black Sabbath und Iron Maiden haben die „krassen Heavy Jungs“ gehört. Die anderen Foreigner, Scorpions und AC/DC. Und dann gab es später diejenigen, welche Gun’s’s and Roses und aufkommenden „Hardrock“ Bands favorisierten. Rockmusik-technisch wurde ich erst in den 90ern richtig sozialisiert. Pearl Jam, Soundgarden, Nirvana, Faith no More, Stone Temple Pilots, Rage against the Machine. Wie auch immer man diese ein ein Genre verpacken möchte; Black Sabbath, Led Zeppelin und Konsorten waren die geistigen Väter von allen.

Das führt direkt zu meiner Perspektive des gestrigen Gigs. Als regelmässiger Konzertgänger von Chris Cornell hat mich die Soundkulisse enttäuscht. Schwaches PA, schlecht abgemischt und viel zu leise konnten Soundgarden viele Besucher gar nicht erreichen. Trotz brillianter Playlist und sympathischen Ansagen (Wer sitzt während eine WM-Matches mit Schweizer Beteiligung schon im Hallenstadion?).

Dass Ozzy Osbourne nicht der hochbegabte Sänger ist, ist hinlänglich bekannt und darum geht es nicht. Die Band ist perfekt abgemischt und auch die Tribünenplätze werden einwandfrei beschallt. Binnen weniger Songs gelingt es Ozzy, seine alten Fans zu aktivieren. Dass seine Gestik eher an Geriatrie Turnübungen erinnert, scheint niemanden zu stören und so „raist das Publikum seine fucking Hands“ eben auf Kommando und schreit Ozzy, Ozzy… Aber das gehört zu einer etablierten Dramaturgie eines Rockkonzerts genauso, wie Menschen die Kartonplakate mit Songwünschen zu Konzerten von Bruce Springsteen mitbringen. Der Prince of Darkness kann

Dieser Beitrag wird nicht zur Konzertkritik. Einfach weil es mein erstes Black Sabbath Konzert war und ich Ozzy Osbourne besser aus den unsäglichen Homestory Soaps aus den USA kenne, als seine Alben. Trotzdem ein Fazit:

Die gute Klangqualität ist gnadenlos und verzeiht nichts. Und so singt Ozzy eben so wie er singt. Mal in tune, mal pitchy und mal ganz daneben. Die Band ist brilliant. Purer, ursprünglicher, gradliniger Rock. Rock’n’Roll Thunder! Das er nicht alle Töne trifft und in punkto Beweglichkeit gleich direkt hinter Keith Richards anknüpft, scheint niemanden zu stören und tut der Stimmung in der Halle auch keinen Abbruch.

Black Sabbath in Concert, Zürich

Gleichzeitig ist das Konzert ein Zeichen der Zeit. Die Rockpensionäre – so auch die Rolling Stones vor wenigen Wochen – sind offenbar nahe der „Abschiedstournee“. In Zeiten schwindender Lizenzeinnahmen von Plattenverkäufen werden die Live Events zunehmend kommerzialisiert und werden zur substanziellen Einnahmequelle. Dagegen ist nichts einzuwenden.

Das Erlebnis im Vergleich zu meinen ersten Konzertbesuchen im Hallenstadion hat sich allerdings dramatisch verändert: Mit alkoholfreiem Bier auf Sitzplätzen; nach zwei Ticketkontrollen, Taschendurchsuchung und Lautsprecherdurchsagen bezüglich Rauchverhalten und verbotenen Gegenständen kann das Erlebnis nicht anknüpfen an die „richtigen“ Rockkonzerte.

Den alteingesessenen Fans hat es offenbar gefallen, ich habe Black Sabbath in einwandfreier Qualität erlebt, aber ich frage mich, wieviele „Reunions“, Best-of, Anniversary und Reunion Konzerte ich mir noch antun möchte. Ich werde künftig eher die kleinen Events wie (Chris Cornell) im Extra oder an der Baloise Session (Chris Cornell again) bevorzugen.

 

 

Geocaching – Eine Alternative zum Fitness-Center

Im Januar hatte ich mir einen Vorsatz gefasst. Mehr Geocaching statt Facebook. Was daraus geworden ist?

Obwohl die Zeit für Jahresrückblicke und Neujahrsvorsätze noch nicht reif ist; die zwei letzten wunderbaren Geocaching Tage veranlassen mich zu einer kurzen Bilanz.

In diesem Jahr habe ich 23 Geocaches gefunden  und 5 eigene Caches in einer thematischen Serie, der „Antenna Tour“ platziert. Im Schnitt ergibt das jede zweite Woche eine Geocaching Aktivität. Das ist mehr als erwartet.

Geocaching fängt an, sich in meinen Alltag einzuschleichen. Ob gezielte Ausflüge, um einen Cache zu finden, einen spontanen Abstecher zu machen, um auf dem Heimweg noch einen Cache zu „loggen“ oder gar Pläne zu schmieden, um einen eigenen Cache zu verstecken – Geocaching kann spontan oder gut geplant erfolgen. Alleine oder mit Familien und Freunden.

Caches zu suchen und zu finden ist eine Sache. Mehr noch macht mir das Platzieren von eigenen Geocaches Spass. Das Evaluieren einer Location auf der Geocaching Map oder Google Earth, das Planen der Route, das Vorbereiten und Ausstatten der Behälter und das sachgerechte Verstecken am Zielort.

Fazit: Geocaching – ist meine Alternative zum Fitness-Center. Was ist schon das Laufband im muffigen Fitness Center, wenn Du am Sonntag Morgen durch unberührten Schnee auf einen Jura Ausläufer hochsteigen kannst?

Und nebenbei gesagt: Es gibt keine besser geeignete Outdoor Aktivität, welche den Einsatz verschiedener elektronischer Gadgets und Internet Services mit Quality Time in der Natur so harmonisch verbindet…

Ziel für nächstes Jahr? Mehr als 23 Caches zu finden und noch weitere Caches zu platzieren und kein Fitness Abo abzuschliessen.

PPS:
Eine kurze Übersicht zu Geocaching habe ich hier publiziert.

 

 

Rock’n’Roll Thunders Unplugged. Chris Cornell an der Baloise Session 2013

Konzertkritik: Chris Cornell an der Baloise Session 2013. 2009  hatte ich Chris Cornell als „alte Rockersau“ im Extra erlebt und den intimen Rahmen und die Soundqualität herausgestrichen. Der heutige Gig an der Baloise Session hat das noch einmal getoppt.

Chris Cornell - Baloise Sessions 2013

Der akkustischen Gitarre hat Chris Cornell also gar nichts geschenkt. Die alte Klampfe musste für einen Unplugged Event so einiges ertragen. Die Ankündigung war Programm: „Chris Cornell Solo“. Alleine auf der Bühne mit drei akkustischen Gitarren, einem Dutzend „Trettminen“, einem Barhocker und einem roten Telefon. Sinngemäss: „I’m just here to play some songs. That’s about it.“ war seine treffende Begrüssung.

Sein Plan: eine Retrospektive, nicht unbedingt chronologisch. Von Temple of the Dog, Soundgarden, Audioslave, über Singles wie James Bond Titel Track, Songbook Tracks – alles da, alles akkustisch, alles alleine vorgetragen. Natürlich mit Hungerstrike, Black Hole Sun, Fell on Black Days, Can’t change me, Call me a Dog  und meinem persönlichen Favoriten The Day I tried to live. Stimmgewaltig, knackig an der Gitarre, mit den feinen, virtuosen Passagen, die man von zahlreichen Soundgarden Tracks kennt – überraschend filigran auf die akkustische Gitarre übertragen.

Die Bühne verlässt er nach knapp zwei Stunden mit ohrenbetäubendem, experimentellem Versuch an den Trettminen – Wer das Soundgarden Konzert damals in der Winterthurer Eulach Halle mitbekommen hat, der weiss was ich meine…

Nicht nur die alten Grunger die den Abend bislang sitzend an Fünfertischen verbracht haben versammeln sich nun vor der Bühne und machen „Noise“, der sich auszahlt. Chris Cornell kommt nochmals auf die Bühne und gibt drei Zugaben. Volle zwei Stunden Power.

Was dazwischen geschah, könnte man in einer epischen, aufgeblasenen Konzertkritik verwursten oder es einfach bei einem „That’s where magic happened“ belassen.  Das beste Kompliment an den Gig scheint mir, dass nicht nur die alten Grunger bei den heftigen Tracks kaum ruhig sitzen konnten, sondern auch zahlreiche ältere Semester, die der Ausschreibung gemäss eher einen Singer-Songwriter erwartet haben dürften, kräftig auf den Sitzplätzen mitgewippt haben.

Die Baloise Session hat natürlich nicht mehr viel der Gattung der alten Rockkonzerte gemeinsam. Aber in der ersten Reihe bei brillanter Soundqualität in wenigen Metern Abstand vom Artisten an Fünfertischen sitzend; das hat mehr als nur Charme. Das ist eine andere Liga von Konzerterlebnis. Intim und pur.

 

PS:
Nachträglich überlege ich mir, was ich gerne in diesem Rahmen sehen würde. David Bowie, Pearl Jam und warum nicht auch Moby.

 

Ein Projekt nimmt Form an…

Ein Projekt nimmt Form an. Die Arbeit der letzten Monate wartet im Wohnzimmer auf ihre Bestimmung…

Ein Projekt nimmt Form an

Für einmal nicht Social Media, nicht online, nicht 2.0 sondern analog, handfest, mit Keilrahmen und nicht zur Dekoration des Wohnzimmers gedacht…

Ich erfülle mir einen langgehegten Traum, den ich die letzten Jahre immer wieder auf die lange Bank geschoben habe: Ich stelle Bilder aus. Vor physischem Publikum. Und nicht nur in Monitorgrösse und schon ganz bald.

Eines sei verraten: Es handelt sich ausschliesslich um aktuelle Werke, die am neuen Wohnort in der Region Fricktal enstanden sind. Ganz Digital mit Analog…