Alle Artikel in: Musik

Musik begreifen. Beethovens 5te in Bildern oder Datavisualization

Musik sehen und hören. Dank Datenvisualisierung ergibt sich eine komplett neue Dimension des Musikerlebnis. Ich habe schon viele nächtliche Stunden verbracht und versucht die Komplexität von Symphonien zu begreifen. Und zwar nicht via Notenblätter sondern durch bares Hören. Zwar weniger Beethoven sondern eher kontemporäre Stücke wie z.B. die 3. Symphonie von Henryk Górecki (hier auf Youtube). Stephen Malinowski visualisiert Musik. Auf seiner (antiquiert anmutenden) Website findet sich eine grossartige Geschichte der Musik Visualisierung. Eindrücklich und zeitgemässer präsentiert sich sein Youtube Channel mit Visualisierungen von Mozart’s kleine Nachtmusik oder einem meiner Favoriten, Brahms Piano Quartet in C minor, opus 60, third movement. Ein eindrückliches Beispiel, warum Datenvisualisierung immer wichtiger werden wird und wie es damit gelingt, komplexe Zusammenhänge darzustellen. Zurückliegen und geniessen. (via Ralf Augustin)

Triphop-DJ-Battle

Erstes Triphop DJ-Battle auf Blip.fm

Heute abend ist das erste aktive Triphop DJ-Battle auf Blip.fm über die Bühne gegangen. Zwischen 21:00 und 23:00 haben sich spontan einige Twitter und Blip Freunde online getroffen und haben ihre liebsten Trip-Hop Tracks mehr oder weniger nacheinander abgespielt. In dieser Zeit ist eine eindrucksvolle Playlist mit Trip-Hop Songs entstanden mit Interpreten, die nicht einmal auf Wikipedia als bekannte Bands oder anderen Bandverzeichnissen aufgeführt sind. Während des DJ-Battles sind die Tracks jeweils live und chronologisch hör- und nachvollziehbar: http://blip.fm/channel/tag/dj-battle; eine musikalische Twitterwall sozusagen. Damit die Timeline von Twitter nicht leidet und in nervige Mitleidenschaft gezogen wird, haben wir Alias Accounts angelegt: @superdeluxe_dj, @capo42_dj und @pixelfreund_dj. Wer mag folgt diesen Accounts, um keine DJ-Battles zu verpassen. Aber was ist das DJ-Battle überhaupt?

Guns'n'Roses im Hallenstadion Zürich

Konzert Kritik: Guns’n’Roses im Hallenstadion Zürich – Zeit für die Pension Dude

Das Guns’n’Roses Konzert im Hallenstadion war ein Desaster. Das erste Konzert, das ich vorzeitig verlassen habe. Schockstarre im Hallenstadion. Nach den ersten Sekunden Gesang schauen sich fragende Gesichter an. Das ist jetzt wohl nicht wahr. Der Sound ist so gut abgemischt, dass man jeden Fehler in Axl Rose’s Gesang hört. Und viele Töne trifft er nicht in den ersten Minuten. Spätestens nach dem typischen Schrei-Froschgesang ist es dann auch Wurscht; er war auch früher kein begnadeter Sänger. Die Band spielt einwandfrei und rockt (in Passagen ohne Gesang) zwischenzeitlich ziemlich deftig. Was aber gar nicht geht: Auf den Boxen steht ein Gitarrist mit Zylinder und Zigarette im Mund. Ist aber nicht Slash, sondern eine billige Kopie. Der mag  ein brillianter Gitarrist sein, wird aber für das Konzert zur Slash Parodie. Das Publikum reibt sich die Augen und wartet ziemlich lange auf den ersten bekannten Song. Und trotzdem will einfach keine Stimmung aufkommen. In den Rängen sitzen sie beharrlich und regungslos und auch auf dem Parkett sind nur an der Front einige Euphorische auszumachen. Hinten steht ein …

Steff la Cheffe - Bittersüessi Pille

CD Kritik: Steff la Cheffe – Bittersüessi Pille

Am 30. April ist das Debut Album Steff la Cheffe „Bittersüessi Pille“ erschienen. Steff la was? Steff la Cheffe – Stefanie Peter ist 23 Jahre jung und hat ein loses Mundwerk. Als Vize Weltmeisterin im Beatboxen ist das auch bitter nötig. Sie hat letztes Jahr den m4music Newcomer of the Year Award und den ersten Rang in der Kategorie Urban gewonnen. Und jetzt ist die erste Scheibe in den Läden und den Online Stores. Und es kickt, rhymet und groovt. Grosses Sprachfeuerwerk auf Mundart. Die Rhymes sind von ausserordentlicher Qualität. Zeitgenössischer Berndeutscher Jugendslang. Klip und klar und im Takt. Abwechslungsreich und experimentierfreudig mit genügend Humor über die Tracks verteilt. Stellenweise habe ich echt gelacht, an anderen Stellen gemerkt, dass mein Vokabular nicht mehr ganz up-to-date ist. Es macht grosse Freude zu hören, wie lustvoll Steff mit der Sprache umgeht. Ich hatte befürchtet, dass Dodo das halbe Album mit Yeah-Reggea-Rastafari-Groove übertüncht. Hat er aber nicht. Aber dafür einen humorvollen Part im Song „Hr. Dokter“ übernommen. Doktor Dodo – Doktor für Beats – Stereo und Mono.

Gratis M4a nach MP3 kopieren – Mit dem “Free M4a to MP3 Converter”

Mit Itunes und iPhone hat sich auch das M4a Format bei mir auf der Festplatte eingeschlichen. Und wie jetzt die M4a Files nach MP3 konvertieren? Geärgert hat es mich spätestens, nach dem alte MP3 Player und die Autoradios die neusten Alben nicht mehr abgespielt hatten. Aber auch der Windows Media Player geht sogar in den aktuellsten Version etwas zickig mit den Files um. Die Installation des M4a Codec für Windows Media Player verschafft etwas Linderung, aber trotzdem sind Funktionen wie “Alle abspielen” unter Vista und Windows7 ziemlich crappy. Eine Variante ist natürlich, die M4a Files einfach in MP3 zu konvertieren. Mit dem “Free M4a to MP3 Converter” von Maniac Tools geht es ziemlich einfach und ist wie der Name verspricht: Gratis. Links: “Free M4a to MP3 Converter” von Maniac Tools M4a Codec für Windows Media Player

CD Review: Massive Attack Heligoland

Da haben wir aber lange gewartet was? Die neue Scheibe von Massive Attack “Heligoland” ist seit anfangs Februar auf dem Markt. Ein epochaler Wurf? Kein epochaler Wurf. Obwohl viele Massive Attack Fans fast überirdische Erwartungen an das Album hatten. Aber auch keine Enttäuschung. Grossartiger Groove, typisch düstere Stimmung und viele grossartige Gastsänger wie z.B. Damon Albarn oder Hope Sandoval machen es zu einem veritablen Massive Attack Album.

Big Zis – Mundart Rap der Sonderliga

Das ist ja mit Abstand der geilste Mundart Rap, den ich seit langem gehört habe. Geile Beats, geiler Text, geiles Video. Sogar der Züri-Dialekt ist richtig cool. Laut hören. mit viel, viel Bass, möglichst nicht an PC Lautsprechern.

Jan Delay – Wir Kinder vom Bahnhof Soul

Der Titel suggeriert Soul. Drinnen ist aber Funk. Und zwar massiv. Da hat einer entdeckt, wie man geile Funk Platten aufnimmt.

Ist es nach Mercedes Dance ist es ein Wagnis, nochmals in die Funk-Sparte reinzuspielen?

Bruce Springsteen und das Vogel-Lisi

…oder wie man binnen 30 Sekunden ein Stadion zum Singen bringt. “The Boss” hat am Dienstag ein beeindruckendes Konzert im Wankdorf gegeben. Das Konzert eröffnet ein Handörgeler, der mit “Wenn i numä wüsst, wos Vogel-Lisi wär” das gesamte Stadion binnen 30 Sekunden zum mitsingen bringt. “Jo s’Ooooberland, jo s’Ooooooberland…”   Bruce Springsteen im Stade de Suisse, Bern Und dann voll straight mit der Gitarre reinfräsen. Der Boss ist eben Profi. Die über halbstündige Verspätung ist sofort vergessen und verziehen. Ein brillanter Schachzug.