Alle Artikel mit dem Schlagwort: CD Kritik

CD Kritik Skunk Anansie – Black Traffic

Das Comeback von Skunk Anansie scheint anzudauern. Nach dem Reunion-Album „Wonderlustre“ und einem überraschenden Über-Konzert im X-Tra in Zürich scheint die Geschichte weiter zu gehen. Von Null auf Zweihundert. Die ersten drei Tracks hauen voll rein. Nahe am Erlebnis eines Livekonzerts: Einfach mal voll draufhauen. Wären da nicht die für die Skin Fanboys ungewohnten elektronischen Effekte dann und wann. Keine Angst. Das Album verkommt nicht zum Electronica Album (wobei das mit Skins Stimme ihren Reiz hätte). Das Album ist Rock’n’Roll-Thunder pur mit genügend Headbanger Partituren. Mit  gewohnt ruhigen Songs dazwischen, welche die Brillanz von Skins Stimme erst richtig zur Geltung lassen kommen. Zeitweise übertünken die Streicher und Chorals das Arrangement. Aber das gehört offenbar irgendwie in allen Alben mindestens einmal dazu. Das Album wurde offenbar nicht live eingespielt sondern in weiten Teilen „zusammengestellt“ und konstruiert. Das mindert nicht Qualität des Albums, aber es lässt die langjährigen Fans aufhorchen. Wortwörtlich. „Our Summer Kills The Sun“ fühlt sich zeitweise staccato mässig mit ungeplanten Unterbrüchen – für Skunk Anansie überarangiert-  an und man merkt, dass es Samples sind …

Steff la Cheffe - Bittersüessi Pille

CD Kritik: Steff la Cheffe – Bittersüessi Pille

Am 30. April ist das Debut Album Steff la Cheffe „Bittersüessi Pille“ erschienen. Steff la was? Steff la Cheffe – Stefanie Peter ist 23 Jahre jung und hat ein loses Mundwerk. Als Vize Weltmeisterin im Beatboxen ist das auch bitter nötig. Sie hat letztes Jahr den m4music Newcomer of the Year Award und den ersten Rang in der Kategorie Urban gewonnen. Und jetzt ist die erste Scheibe in den Läden und den Online Stores. Und es kickt, rhymet und groovt. Grosses Sprachfeuerwerk auf Mundart. Die Rhymes sind von ausserordentlicher Qualität. Zeitgenössischer Berndeutscher Jugendslang. Klip und klar und im Takt. Abwechslungsreich und experimentierfreudig mit genügend Humor über die Tracks verteilt. Stellenweise habe ich echt gelacht, an anderen Stellen gemerkt, dass mein Vokabular nicht mehr ganz up-to-date ist. Es macht grosse Freude zu hören, wie lustvoll Steff mit der Sprache umgeht. Ich hatte befürchtet, dass Dodo das halbe Album mit Yeah-Reggea-Rastafari-Groove übertüncht. Hat er aber nicht. Aber dafür einen humorvollen Part im Song „Hr. Dokter“ übernommen. Doktor Dodo – Doktor für Beats – Stereo und Mono.